Renten-Angst explodiert: 83 Prozent zweifeln an Altersabsicherung

Das Bild zeigt ein Straßenschild in herbstlicher Umgebung. Im Vordergrund steht ein gelbes, leicht verwittertes Richtungsschild mit der Aufschrift „RENTE“, das nach links weist. Direkt darunter befindet sich ein kleineres, weißes Schild mit schwarzem Rand und einem Pfeil nach oben, auf dem „Zukunft“ steht.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Viele Deutsche kämpfen mit steigenden Kosten und unsicheren Perspektiven. Neue Zahlen zeigen wachsende Sorgen um die Rente und fehlende Möglichkeiten, privat vorzusorgen. Das erhöht den finanziellen Druck spürbar. Einige zweifeln bereits an der Altersabsicherung.

Viele Menschen in Deutschland verfügen über zu wenig Geld, und die angespannte wirtschaftliche Lage verschärft dieses Problem zusätzlich. Steigende Preise für Miete, Energie und Lebensmittel belasten den Alltag, sodass vielen Haushalten am Monatsende kaum Spielraum bleibt.

Die Angst vor Altersarmut wächst in Deutschland

Viele Menschen machen sich große Sorgen um ihre Rente, diese Unsicherheit prägt ihre Zukunftsplanung. Sie bezweifeln, dass die gesetzliche Rente später ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Diskussionen über Reformen und steigende Belastungen verstärken diese Zweifel zusätzlich. Jüngere Generationen blicken besonders skeptisch auf das Rentensystem, da sie langfristige Stabilität infrage stellen. Gleichzeitig fehlt vielen das Vertrauen in politische Lösungen, weshalb die Sorge vor Altersarmut wächst. Deshalb beschäftigen sich immer mehr Menschen mit der Frage, wie sie sich finanziell für das Alter absichern können, auch wenn die Möglichkeiten oft begrenzt bleiben.

Deutsche zweifeln an Altersabsicherung

Viele schaffen es jedoch nicht, regelmäßig Geld zurückzulegen, und das hat mehrere Gründe. Hohe Fixkosten lassen kaum Spielraum für Ersparnisse, sodass Rücklagen oft ausbleiben. Gleichzeitig steigen alltägliche Ausgaben, wodurch selbst kleine Beträge schwer zu sparen sind. Unvorhergesehene Kosten, etwa für Reparaturen oder Gesundheit, führen dazu, dass vorhandene Rücklagen schnell aufgebraucht sind. Zudem fehlt vielen das Wissen über geeignete Sparformen oder langfristige Strategien. Deshalb bleibt finanzielle Vorsorge für zahlreiche Haushalte ein Ziel, das sie nicht erreichen.

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Eine aktuelle Erhebung in Schleswig-Holstein zeigt, wie stark die Sorgen verbreitet sind. Ein großer Teil der Befragten geht davon aus, dass die gesetzliche Rente später nicht ausreicht, um den eigenen Lebensstandard zu sichern. Gleichzeitig geben viele an, dass ihnen das Geld fehlt, um zusätzlich privat vorzusorgen. Daraus entsteht eine schwierige Lage: Einerseits sinkt das Vertrauen in die staatliche Absicherung, andererseits fehlt im Alltag der finanzielle Spielraum für eigene Rücklagen. Diese Kombination erhöht das Risiko, im Alter mit deutlich weniger Einkommen auskommen zu müssen und finanzielle Einschränkungen hinnehmen zu müssen.

(Quellen: SoVD/Civey, GDV, Deutsche Bank Research, VdK Deutschland, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)