Renten-Krise droht: Millionen Senioren mit weniger als 800 Euro

Auf einem Haufen von Geldscheinen ist ein gelbes Hinweisschild mit schwarzer Umrandung zu erkennen. Auf dem Schild sind die beiden Begriffe "Altersrente" und "Arbeitslohn" vermerkt, wobei der Begriff "Arbeitslohn" durchgestrichen ist.
Symbolbild © imago/Wolfilser

Rentnerinnen und Rentner bangen schon seit längerem um ihre hart verdiente Rente. Denn mit der drohenden Krise erhalten Millionen Senioren weniger als 800 Euro Rente im Monat. Ein Skandal für all diejenigen, die ein hartes Arbeitsleben hinter sich haben.

Immer mehr Bürger fragen sich wohl, wofür sie hart arbeiten gehen, wenn im Alter nicht einmal mehr die Rente sicher ist. Aufgrund der drohenden Renten-Krise gibt es Millionen Senioren, die weniger als 800 Euro im Monat bekommen.

Immer mehr Rentner müssen Grundsicherung beantragen – nach hartem Arbeitsleben

Dieser Tage dürften immer mehr Menschen sich heimlich fragen, wofür sie sich eigentlich jeden Tag aus dem Bett und zur Arbeit quälen. Wer körperlich schwer arbeitet und zudem seelisch stark belastet wird, für den klingen diese Vorhersagen, die Bundeskanzler Friedrich Merz derzeit trifft, wie Hohn und Spott. Denn laut dem Bundeskanzler sollen wir mehr und härter arbeiten. Er will die 40-Stunden-Woche abschaffen und das Renteneintrittsalter hochschrauben. Sparen für die Rente sollen wir auch noch, denn die staatliche könne man allenfalls als Basisabsicherung sehen. Alles Aussagen, die die Bürger derzeit nicht hören wollen – nicht in Zeiten voller steigender Lebenshaltungskosten.

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Und es kommt noch schlimmer. Und zwar für diejenigen, die eigentlich an ihrer Rentensituation kaum noch etwas ändern können, denn die letzten Jahrgänge der Babyboomer-Generation stehen kurz vor der Rente und können naturgemäß kein Vermögen fürs Alter mehr aufbauen. Sie haben jahrzehntelang geschuftet und bekommen jetzt eine Hiobsbotschaft präsentiert. Laut Experten-Berechnungen erhalten wohl über fünf Millionen Babyboomer, die bis 2036 in Rente gehen, weniger als 800 Euro im Monat. Laut Statistik betrifft dies damit ca. 40 Prozent der Generation Babyboomer.

Stetig steigende Miet- und Nebenkosten verschärfen das Problem weiter. Wer bislang gewohnt war, dass er mit dem Geld einigermaßen auskommt, erlebt im Ruhestand sein blaues Wunder. Plötzlich bleiben nach Zahlung aller Fixkosten kaum mehr Euros für den Alltag übrig. Deshalb steht fast schon sicher fest, dass diese Menschen Grundsicherung im Alter beantragen müssen. Kein hoffnungsvoller Ausblick auf einen Lebensabend, den man sich nach über vierzig Jahren harter Arbeit mehr als verdient hat.

(Quellen: Deutsches Zentrum für Altersfragen, Rentenexperten, Statistisches Bundesamt, dpa)