
So manch einer dürfte über den Renten-Schock bereits verzweifeln. Denn Millionen Deutschen drohen Mini-Renten. Viele Menschen müssen jetzt unbedingt tätig werden, um nicht in der Altersarmut zu landen.
Dieser Renten-Schock hat es in sich! Millionen Deutschen drohen Mini-Renten. Da bleibt vielen wohl nur die private Altersvorsorge, um den Lebensstandard im hohen Alter zumindest einigermaßen zu halten.
Vielfältige Wünsche mit der Rente verbunden
Die Rentenpolitik geht über die bloße Auszahlung von monatlichen Beträgen hinaus. Schließlich bestimmt sie die Lebensplanung ganzer Generationen und beeinflusst maßgeblich, wie Menschen ihren Lebensabend gestalten können. Mit der Rente sind dabei neben dem Erhalt des Lebensstandards weitere vielfältige Wünsche verbunden. Zum einen erhoffen sich Menschen finanzielle Sicherheit, die es ermöglicht, grundlegende Bedürfnisse im Alter zu decken. Aber auch der Wunsch nach Freiheit ist groß, um persönliche Ziele wie Reisen, Hobbys, soziale Kontakte oder die Unterstützung der Familie zu verfolgen. Wichtig ist jedoch auch, dass niemand im Ruhestandsalter die gewohnten Lebensqualität verliert. Doch genau das könnte Millionen Deutschen aufgrund von Mini-Renten drohen.
Monatliche Mietzahlungen wohl nicht mehr leistbar
Die Finanzierung der Renten in Deutschland beruht überwiegend auf dem Umlageverfahren, bei dem die aktuell Erwerbstätigen durch Beiträge die Renten der gegenwärtigen Ruheständler finanzieren. Die Beitragssätze werden regelmäßig angepasst, um das Verhältnis von Einzahlungen zu Auszahlungen stabil zu halten, wobei sowohl gesetzliche Vorgaben als auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf den genauen Betrag Einfluss nehmen. Zentraler Bestandteil ist die gesetzliche Rentenversicherung, in der Arbeitnehmer und Arbeitgeber Pflichtbeiträge leisten. Ergänzend spielen die betriebliche Altersvorsorge und private Vorsorgeformen eine Rolle, um Einkommenslücken im Alter zu schließen.
Problematisch wird es allerdings, wenn die geburtenstarken Jahrgänge von 1946 bis 1964 vermehrt in den Ruhestand gehen. Das dürfte Auswirkungen auf Sozialleistungen, die Pflegeinfrastruktur und die Finanzierungsmodelle von Renten- und Gesundheitsvorsorge haben. So werden möglicherweise mehr als 5 Millionen Babyboomer im Ruhestand lediglich eine Mini-Rente von monatlich unter 800 Euro erhalten. Auf etwa 40 Prozent der mehr als 12 Millionen Menschen, die in den nächsten zehn Jahren ihr Erwerbsleben beenden, trifft dies nach Berechnungen des Pestel-Instituts im Auftrag der Gewerkschaft IG Bau zu. Der Großteil der Betroffenen könnte sich insbesondere in den großen Städten die monatlichen Mietzahlungen nicht mehr leisten. So droht vielen der Umzug in günstigere Wohnungen, die sich möglicherweise weit außerhalb ihrer gewohnten Umgebungen befinden.
(Quellen: Deutsches Zentrum für Altersfragen, Rentenexperten, Statistisches Bundesamt, dpa)














