Renten-System steht vor dem größten Kollaps aller Zeiten

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz steht vor einem Rednerpult und hält eine Rede. Im Hintergrund ist eine EU-Flagge zu sehen. Daneben sind die Flaggen von Deutschland und Zypern.
Symbolbild © imago/Future Image

Das deutsche Renten-System steht vor dem Kollaps. Bislang hat die Regierung keine Lösung für eines der wichtigsten Probleme in Deutschland gefunden. Was heute keine Neuigkeit mehr ist, wirft bei Millionen Menschen jedoch eine wichtige Frage auf.

Millionen Menschen beschäftigt die Frage, mit welchem Geld sie rechnen können, wenn sie in Rente gehen. Schon seit Jahren steht fest, dass das deutsche Renten-System vor dem Kollaps steht. Und dieser ist – wenn alles so bleibt wie bislang – nicht abzuwenden.

Einzahlung in die Rentenkasse: Merz spricht von Basislösung

Jeder sieht es auf seiner Abrechnung: den Posten der Rentenversicherung. Je nach Verdienst fällt dieser nicht gerade gering aus. Denn schließlich soll damit gewährleistet werden, dass wir zu Beginn unseres Rentenalters so viel eingezahlt haben, dass es für eine monatlich solide Rente reicht.

Doch als Bundeskanzler Merz am 20. April vor einem Banker-Gremium sprach, stellte er klar, was die Menschen im Alltag immmer wieder gern verdrängen. Was wir einzahlen und am Ende des Erwerbslebens herausbekommen, reicht zum Leben nicht mehr aus. Der Kanzler sprach von einer Basisabsicherung. Die Bürger müssen zusätzlich privat entsprechende Maßnahmen treffen.

Renten-System vor dem Kollaps: Millionen Bürger sind verzweifelt

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Dass die Bürger in Deutschland für die Altersvorsorge selbst noch etwas tun sollen, ist keine neue Erkenntnis der letzten Tage und Wochen. Vor Jahren brachten Finanzdienstleister entsprechende Modelle heraus. Zum Beispiel die Riester-Rente, die jedoch viel Kritik einstecken musste. Wer mehr investieren wollte, dem wurde geraten, das Geld in Aktien zu stecken. Doch zu viele Faktoren und zu viel Unsicherheit sorgten dafür, dass die Menschen diese rentabler erscheinenden Modelle gar nicht in Erwägung zogen. Deshalb forderte Bundeskanzler Merz auf dem Gremium dazu auf, dass man einfachere Vorsorge-Modelle anbieten müsse.

Das Problem bleibt jedoch: Wer gering verdient, hat oftmals keinen zusätzlichen Euro übrig, um in die eigene Altersvorsorge zu investieren. Inzwischen zweifeln deshalb immer mehr Menschen am Sinn der Einzahlung in die Rentenkasse. Wenn man sowieso nicht mehr so viel Geld herausbekommt, dass man nicht in die Altersarmut fällt, wieso sollte man dann überhaupt noch etwas einzahlen? Eines ist jedoch klar: Die Politik muss dringend an einer Lösung arbeiten, auch wenn die Hoffnung nach jahrzehntelanger Untätigkeit immer mehr schwindet.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Finanztip)