
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen nicht wirklich auf einen Stromausfall vorbereitet ist. Dabei ist dieses Szenario gar nicht so unwahrscheinlich, wie man denken mag.
In letzter Zeit kam es vereinzelt immer wieder zu Stromausfällen. Eine Umfrage zeigte nun, dass die Mehrheit der Deutschen auf einen solchen Blackout überhaupt nicht vorbereitet ist. Dabei sind solche Szenarien gar nicht so unwahrscheinlich.
Stromausfälle zeigen Anfälligkeit der heutigen Gesellschaft
Erst bei einem Stromausfall merken wir, wie abhängig wir von Strom sind. Ohne diesen funktioniert nicht mehr viel in unserer heutigen Gesellschaft. Egal, ob elektronische Geräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine oder das Fortbewegen mit öffentlichen Verkehrsmitteln – haben wir keinen Strom, müssen wir quasi bei null anfangen. Es ist erschreckend, wie anfällig unsere Zivilisation ist, wenn der Strom – aus welchen Gründen auch immer – einmal für längere Zeit ausfallen sollte.
Dies hat einmal mehr der große Blackout in Spanien und Portugal gezeigt. Obwohl die europäischen Netzwerke als sehr sicher gelten, können sie – wie das jüngste Beispiel zeigt – nicht alle Eventualitäten abfangen. Noch betreiben die Verantwortlichen Ursachenforschung. Während Sabotage im Raum steht, gehen Experten vom Solarstrom als Ursache aus. Dies ist ein Szenario, vor dem schon länger gewarnt wird. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Warnungen vor den sogenannten Brown Outs.
Mehrheit nicht vorbereitet: Studie enthüllt bedenkliche Ergebnisse
Deshalb gab das Vergleichsportal Verivox eine Umfrage in Auftrag und wollte von den Bürgern wissen, ob sie im Falle eines Blackouts vorbereitet wären. Das Ergebnis ist mehr als bedenklich: Nur 27 Prozent der Befragten waren tatsächlich für den Ernstfall ausgerüstet. Dies mag vielleicht daran liegen, dass 69 Prozent der Bürger das Stromnetz in Deutschland für sehr sicher halten und daher nicht glauben, dass es einen größeren Blackout hierzulande geben könnte.
Doch wie sieht die Vorbereitung auf einen Stromausfall eigentlich aus? Immerhin haben sich 71 Prozent der Befragten mit Kerzen und Taschenlampen eingedeckt. Auch Nahrungsvorräte und Bargeld sowie Kosmetika und Medikamente haben sich die große Mehrheit besorgt. Lediglich 21 Prozent haben ein eigenes Notstromaggregat und können sich bei einem Blackout selbst versorgen. Für 13 Prozent ist es wichtig, sich im Falle eines Stromausfalls selbst verteidigen zu können und entsprechende Waffen im Haus zu haben. Wenn es dennoch einen Stromausfall geben sollte, halten 59 Prozent der Befragten es für wahrscheinlich, dass dahinter ein Cyberangriff steckt. Für die Mehrheit seien auch Terrorangriffe sehr wahrscheinlich. Für 43 Prozent der Befragten stellen Naturkatastrophen hingegen die größte Gefahr dar.













