Rumänisches Auto gestoppt: Karlsruher Zoll beschlagnahmt Schmuggelware

Symbolbild Bildquelle: Hauptzollamt Lörrach

Karlsruhe-Insider (ots) – Die Weiterfahrt Richtung Worms kostete einem rumänischen Fahrer seinen Anhänger, 440 Euro in bar und 600 Stück Zigaretten.

Am vergangenen Samstag, den 25. April 2020, wurde der rumänische Kleintransporter mit beladenem Anhänger von Zöllnern der Karlsruher Kontrolleinheit für eine verdachtsunabhängige Routinekontrolle auf der Autobahn 61 nahe Ludwigshafen angehalten.


Die Fracht auf dem Anhänger, ein Kastenwagen, sowie das Fahrzeug selbst, wurden einer händischen Kontrolle unterzogen. Dabei fanden die Beamten in zwei Postpaketen insgesamt 600 Stück unversteuerte rumänische Zigaretten. Durch die Paketsendungen wurde die Einfuhr als gewerblich eingestuft und somit Tabaksteuer einschließlich Zuschlag von insgesamt 200 Euro fällig. Die Zigaretten wurden sichergestellt.

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Bei der Personenabfrage fiel den Beamten dann auch noch etwas ganz anderes auf: Der 29-Jährige wurde gesucht, da er dem Finanzamt Chemnitz über 7.000 Euro schuldete. Da der Steuerschuldner lediglich 440 Euro in bar mit sich führte, wurde das Geld sowie der Anhänger zur Sicherung eines Teilbetrages der ausstehenden Forderung gepfändet. Der geschätzte Wert des Anhängers beläuft sich auf rund 2.200 Euro. Da der Fahrer weder Eigentümer des Kleintransporters noch des mitgeführten Kastenwagens war, konnten diese Fahrzeuge nicht gepfändet werden. Wieso der Fahrer Schulden beim Finanzamt hat, ist für den Zoll nicht maßgeblich. „Wenn wir eine Person kontrollieren und diese schuldet nachweislich einer Kooperationsbehörde Geld, unterstützen wir diese und sorgen für Steuergerechtigkeit“, erklärt Pressesprecherin Stephanie Henig vom Hauptzollamt Karlsruhe.