
Ein Weltkonzern streicht über 2.000 Stellen allein in Deutschland und zeigt damit einmal mehr, wie sehr die Wirtschaft schwächelt und wie hoch der Konkurrenzdruck für die Unternehmen ist. Laut Konzernspitze sieht man keine sinnvollen Alternativen.
Wie ein Schlag trifft es nicht nur die Region, sondern ganz Deutschland. Denn ein weiterer Weltkonzern streicht über 3.000 Stellen, allein über 2.000 Jobs sind es in Deutschland.
Seit 2023 im Sparmodus: Weitere Stellen müssen weichen
Schon vor Jahren beschloss der Weltkonzern umfangreiche Sparmaßnahmen und einen radikalen Konzernumbau. Seit 2023 verfolgt man diese Pläne rigoros und treibt auch den Stellenabbau voran. Dabei geht es keineswegs nur um Arbeiterstellen. Auch in den Führungsetagen und bei den Verwaltungskosten setzen die Verantwortlichen den Rotstift an. Allein durch diese Maßnahme will man jedes Jahr bis zu 400 Millionen Euro einsparen. Bis zum Ende dieses Jahres fallen damit ca. 2.800 Stellen weg. Und es soll noch weitergehen. Die Sparpläne sollen bis zum Jahr 2029 komplett durchgeführt werden und die Wettbewerbsfähigkeit des Weltkonzerns sichern.
Über 2.000 Stellen allein in Deutschland: So soll es weitergehen
Allein 2.150 Stellen sollen in Deutschland gestrichen werden. Das Werk von Evonik in Witten soll mit 266 Angestellten bereits zum Ende nächsten Jahres geschlossen werden. Am Standort in Marl streicht Evonik 45 Stellen. Das Werk in Witten schließt komplett, da der Konzern die Herstellung und den Vertrieb von Polyester komplett aufgeben will. Mit circa 150 Millionen Euro Jahresumsatz sei diese Sparte einfach nicht mehr profitabel genug. Auch über das Offshoring, also die Produktionsverlagerung bestimmter Teile ins Ausland, denkt Evonik bereits nach. Zudem sollen andere Bereiche ins Outsourcing fallen.
Laut Geschäftsführung habe man sämtliche Alternativen geprüft und befunden, dass keine auf Dauer funktionieren, sondern der Unternehmensentwicklung eher im Weg stehen würden. Der globale Wettbewerbsdruck sei einfach enorm und die strukturellen Nachteile in Europa so überwältigend, dass man unweigerlich Verluste in Kauf nehmen müsse, heißt es. Eine verringerte Marktdynamik habe ebenfalls zu dieser Entscheidung geführt. Um zukünftig bei der Weltlage mithalten zu können, sei diese Streichung notwendig.
(Quellen: Evonik, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














