Schließen: Elektronik-Kette verschwindet aus zahlreichen Städten

Ein Regal mit Elektrogeräten. Diese produkte gibt es in einem Elektronikmarkt wie Saturn oder MediaMarkt. Die Kunden kaufen hier verschiedene Marken und Haushaltsgeräte ebenso wie Unterhaltungselektronik.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

Schon wieder müssen Läden einer bekannten Elektronik-Kette schließen. Die Strategie des Unternehmens wirkt so, als ob die Marke langsam verschwinden und eine andere an ihre Stelle treten soll.

Saturn wird allmählich zu MediaMarkt, die Zusammenführung ist in vollem Gange und lässt sich wohl auch nicht mehr aufhalten. Der chinesische Onlinehändler JD.com hat Saturn mitsamt all seiner Filialen übernommen.

Schließung der Saturn-Märkte droht: Filialnetzwerk schrumpft

Nach der Schließung werden sie zu MediaMarkt. Ganz verschwinden sollen beide Marken aber nicht. Doch viele Kunden haben mitbekommen, dass es deutlich weniger Saturn-Märkte gibt. Während es vor ein paar Jahren noch 150 stationäre Filialen waren, schrumpfte das Netzwerk in Deutschland auf 53 Saturn-Märkte. Im Gegenzug dazu ist die Zahl der MediaMarkt-Filialen auf über 350 angestiegen.

Ob nach einer Filialschließung eine Umwandlung in Betracht gezogen wird, hängt von den regionalen Gegebenheiten ab. Das Schicksal großer Elektronikfirmen liegt stets in den Händen der Unternehmen, die sie aufgekauft haben. Diese interessieren sich vornehmlich dafür, wie das Unternehmen national und international erfolgreich aufgebaut werden kann.

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Gegen Saturn: Eine Marke stärken im In- und im Ausland

Fest steht, dass Saturn aus immer mehr Städten verschwinden wird. Diese Strategie basiert auf der Tatsache, dass Kunden kaum noch zwischen den beiden Marken unterscheiden können. Dadurch entsteht der Eindruck, dass das Unternehmen die Markenpräsenz von MediaMarkt deutlich erhöhen möchte. Diese Strategie erscheint hausgemacht und richtet sich wohl vornehmlich gegen Saturn. Selbst wenn die Marke nicht vollständig verschwindet, wird sie allmählich in Vergessenheit geraten, sobald es kaum noch Filialen vor Ort gibt.

Im Grunde geht es jedoch nur um den wirtschaftlichen Erfolg. Auch im Ausland möchte man mit der Marke MediaMarkt durchstarten und die Präsenz steigern. Das Ganze wird auf lange Sicht wohl auf Kosten von Saturn gehen. Was das für die Belegschaft bedeutet, muss im Bedarfsfall im Kontext der Schließungen geklärt werden. Auch in anderen Märkten finden viele Angestellte einen Job. Dort werden sozialversicherungspflichtige Lösungen gefunden.

(Quellen: Saturn, MediaMarkt, dpa)