Seltene Krankheit ausgebrochen – mehrere Menschen infiziert

Eine in Schal und Mantel gekleidete Frau auf der Straße hält sich die Hand vors Gesicht und Mund, während sie zum Husten ansetzt. Sie ist scheinbar krank oder erkältet und will keinen anstecken.
Symbolbild © istockphoto/nensuria

In einer bestimmten Region Deutschlands ist plötzlich diese seltene Krankheit ausgebrochen. Dabei ähneln die Symptome zunächst einer herkömmlichen Erkrankung. Was wirklich hinter der Infektion steckt und wer zu den Risikopatienten zählt.

Wer in folgender Region lebt und diese Symptome bemerkt, leidet vielleicht an einer seltenen Infektion. Die Details zur Krankheit.

Aufgepasst: Hier ist die seltene Krankheit ausgebrochen

Es treten Beschwerden auf, die an eine gewöhnliche Grippe erinnern ‒ zum Beispiel Kopf- und Gliederschmerzen. Dass sich hinter dieser Erkrankung jedoch etwas anderes verbirgt, ahnt wohl kaum jemand. Mit der seltenen Krankheit haben sich inzwischen mehrere Personen im Zollernalbkreis infiziert. Dort wandte sich eine ärztliche Praxis an das Gesundheitsamt, nachdem mehrere Menschen an ähnlichen Symptomen litten: Sie beschwerten sich über Lungenprobleme. Nun steht fest, dass es sich im betroffenen Rangendingen um eine Infektion mit einem bestimmten Bakterium handelt, das insbesondere für Schwangere und Herzkranke ein besonderes Risiko bedeutet.

Mit diesem Keim haben sich Betroffene infiziert

Als Ursache wurde der Keim „Coxiella burnetii“ identifiziert, welcher das sogenannte Q-Fieber auslöst. Das Problem für Herzkranke liegt darin, dass der Erreger eine chronische Infektion der Herzinnenhaut hervorrufen kann. Bakterien lagern sich dann bevorzugt an vorgeschädigten Herzklappen oder Prothesen an. Bei Schwangeren nistet sich der Erreger wiederum in der Plazenta ein, was manchmal zu Fehlgeburten oder Frühgeburten führen kann. Die Ursache für die plötzliche Verbreitung liegt fast immer in infizierten Nutztieren wie Schafen, Ziegen oder Rindern. Die Tiere scheiden den widerstandsfähigen Erreger bei Geburten aus.

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Die aktuelle Trockenheit in der Region begünstigt das Geschehen, da der bakterienhaltige Staub vom Wind leicht verweht wird. Besonders tückisch: Spaziergänger infizieren sich ‒ auch ohne direkten Tierkontakt ‒ oft durch das bloße Einatmen in der Nähe einer betroffenen Weide. Betroffene können mit einem Antibiotikum behandelt werden. Neben Schwangeren und Herzkranken zählen Personen mit geschwächtem Immunsystem und Beschäftigte in der Landwirtschaft zu den Risikopatienten. In Deutschland bleibt das Q-Fieber mit überschaubaren Fallzahlen insgesamt eine Seltenheit.

(Quellen: LRA Zollernalbkreis, SWR, dpa)