
Mitten in Deutschland hat man einen geheimen Schatz entdeckt. Hinter einer Sprengung im Steinbruch verbarg sich ein kilometerlanges Paradies aus glitzernden Steingebilden und ewiger Kühle.
Sie ist eine Wunderwelt – voller atemberaubender Formationen, Heilkraft und einer kulinarischen Besonderheit. Und entdeckt wurde sie mitten in Deutschland.
Schatz unter der Erde: Vom Zufallsfund zum Publikumsmagneten
Tief im Sauerland stieß man kürzlich erst auf ein spektakuläres Naturwunder – nun ja, in geologischen Maßstäben zumindest. Denn die Rede ist vom Juli 1907, als eine planmäßige Sprengung im Attendorn-Kalksteinbruch plötzlich den Zugang zu einem bis dahin völlig verborgenen Reich freilegte. Heute zählt die Atta-Höhle mit jährlich bis zu 200.000 Besuchern zu den meistbesuchten und schönsten Schauhöhlen Deutschlands. Auf einer begehbaren Strecke von 1.800 Metern können Gäste ein atemberaubendes Labyrinth aus Tropfsteinen bestaunen. In konstant neun Grad kühler Atmosphäre wachsen hier über Jahrtausende Stalaktiten von der Decke, Stalagmiten vom Boden und filigrane Sinterfahnen, die wie steinerne Gardinen wirken.
Die Attendorner Tropfsteinhöhle ist jedoch weit mehr als nur ein geologisches Museum. Sie ist ein Ort der Gesundheit und der kulinarischen Tradition. In einer besonderen Therapiegrotte 50 Meter unter der Erde wird die pollen- und staubfreie Luft zur Linderung von Atemwegserkrankungen genutzt. Und in den feuchten Gängen reift der regionale Atta-Käse, eine echte Sauerländer Spezialität. Obwohl bereits 6.670 Meter des Höhlensystems erforscht sind, birgt es noch immer Geheimnisse. Im Jahr 1985 entdeckten Höhlenforscher einen weiteren, 5.000 Meter langen und für die Öffentlichkeit unzugänglichen Bereich – ein Beweis, dass dieser unterirdische Schatz noch nicht vollends entschlüsselt ist.
Mehr als nur Stein: Heilung, Gaumenfreude und ein ungelöstes Geheimnis














