Seuche grassiert: Kilometerlange Zäune riegeln Sperrzonen ab

Zur Eindämmung von Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, setzen die zuständigen Behörden vielerorts Schutzzäune als Maßnahmen ein. Auf diese Weise soll das Überlaufen von infizierten Tieren von einem Gebiet in ein anderes Gebiet verhindert werden.
Symbolbild © imago/nordpool

Eine Seuche grassiert weiterhin in Deutschland. Kilometerlange Zäune riegeln die Sperrzonen ab und sollen ein weiteres Ausbreiten verhindern. Ob diese Maßnahme allerdings erfolgreich ist, bleibt abzuwarten.

Eine in Deutschland grassierende Seuche treibt weiterhin ihr Unwesen und befällt immer mehr Tiere. Kilometerlanger Zäune riegeln nun die Sperrzonen ab und sollen Schutz vor der Seuche bieten. Ob dieser Plan tatsächlich greift, lässt sich erst in der Zukunft feststellen.

Tierkontakte – häufige Art der Übertragung

Die Ausbreitung von Seuchen bei Tieren erfolgt meist über mehrere, miteinander verflochtene Wege, die von Tierkontakten über Umweltfaktoren bis hin zu menschlichen Aktivitäten reichen. Verunreinigung von Futter, Wasser oder Oberflächen tragen ebenfalls zur Verbreitung bei. Außerdem ist ein direkter Kontakt von kranken Tieren zu gesunden Tieren, auch wenn sie zusammen in einer Herde oder auf gemeinsamen Weiden stehen, eine häufige Art der Übertragung. Daher stellen grassierende Seuchen bei Tieren auch immer wieder eine Herausforderung für Tiergesundheit, Umwelt und Landwirtschaft dar. Maßnahmen umfassen neben Quarantänen, Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen gegebenenfalls ebenso die Sperrung von Tierbewegungen durch kilometerlange Zäune.

Maßnahme zur Abriegelung der Sperrzonen

Sperrzonen bei Seuchen sind räumlich getrennte Bereiche, in denen besondere Schutz- oder Beschränkungsmaßnahmen gelten, um die Ausbreitung der Seuchen zu verhindern und betroffene Populationen oder Regionen zu schützen. Innerhalb solcher Zonen werden Kontakte eingeschränkt, Bewegungen reguliert und Meldewege sowie Gesundheitsüberwachungen verstärkt. Ziel ist es, frühzeitig Infektionswege zu unterbrechen, Risikogruppen zu schützen und die weitere Verbreitung der Seuche zu minimieren. Das ist auch dringendst notwendig, denn die Vogelgrippe und die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, grassieren weiterhin in Deutschland. Allein unter den Wildschweinen waren 2025 mit Stand vom 11.12.2025 in Baden-Württemberg 26 Fälle von ASP.

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Hessen ist mit 1641 ASP-Fällen bei Wildschweinen hingegen wohl am stärksten betroffen, während in Nordrhein-Westfalen bisher 266 Fälle erfasst wurden. Der in Hessen befindliche Landkreis Waldeck-Frankenberg bezeichnet eine Gebietskörperschaft mit mehr als 155.000 Einwohnern auf einer Fläche von 1.849 km². Im Kreis Waldeck-Frankenberg errichteten die zuständigen Behörden kürzlich einen Festzaun mit einer Gesamtlänge von 30 Kilometern, der die Sperrzonen abriegelt. Dieser Zaun dient folglich als wichtige Barriere gegen das Ausweichen überlaufender Wildschweine aus den Sperrzonen in NRW. Bislang gibt es weder in Waldeck-Frankenberg noch im Landkreis Kassel einen ASP-Fall und damit dies hoffentlich so bleibt, wurde diese Maßnahme nun ergriffen.

(Quellen: Friedrich-Loeffler-Institut, dpa)