Seuchen-Alarm in Bundesland: Die Schweinepest breitet sich aus

Mehrere Beamte in grünen Schutzanzügen stehen in einem Wald. Sie haben Masken auf, was darauf hindeutet, dass sie sich in einer gefährlichen, von einem Virus betroffenen Quarantänezone befinden.
Symbolbild © imago/Markus Matzel

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Europa weiter aus und sorgt für große Sorge in der Landwirtschaft. Neue Fälle in Deutschland verschärfen die Lage und zwingen Behörden zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen.

Die Afrikanische Schweinepest greift in mehreren Regionen Europas immer weiter um sich. Besonders betroffen sind Länder in Ost- und Mitteleuropa, doch inzwischen melden auch westliche Staaten immer häufiger neue Fälle. Die Krankheit trifft vor allem Wildschweine, erreicht aber immer wieder auch Hausschweinbestände.

Afrikanische Schweinepest wandert von Afrika nach Europa

Die Afrikanische Schweinepest beschreibt eine hochansteckende Viruserkrankung, die ausschließlich Schweine betrifft. Menschen können sich nicht infizieren, doch für Haus- und Wildschweine endet die Krankheit oft tödlich. Das Virus stammt ursprünglich aus Afrika südlich der Sahara, wo es lange in Wildschweinpopulationen und über Zecken zirkulierte. Später gelangte es durch Handelswege und Reisebewegungen nach Europa und Asien. Dort fand es in Wildschweinen einen stabilen Übertragungsweg. Die Ansteckung erfolgt direkt zwischen Tieren oder indirekt über kontaminierte Gegenstände, Futter oder Fleischprodukte.

In Deutschland: Die Schweinepest breitet sich aus

Lesen Sie auch
30.000 Euro vom Staat: Neues Förderprogramm startet im Juli

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest führt zu massiven wirtschaftlichen Belastungen. Schweinehalter verlieren Tiere, wenn Behörden Bestände keulen oder Betriebe sperren. Gleichzeitig brechen Handelsbeziehungen ein, da viele Länder Importverbote für Schweinefleisch aus betroffenen Regionen verhängen. Landwirte müssen zusätzliche Biosicherheitsmaßnahmen umsetzen, was die Produktionskosten erhöht. Auch die Jagd auf Wildschweine verändert sich stark, da Behörden Populationen stärker kontrollieren. Für ländliche Regionen entstehen Unsicherheiten, weil ganze Lieferketten betroffen sind.

In Nordrhein-Westfalen verschärft sich die Situation durch neue Nachweise der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen. Im Sauerland fanden Behörden infizierte Tiere außerhalb der bisher eingerichteten Sperrzonen, was sofort weitere Schutzmaßnahmen auslöste. Zusätzlich bestätigten Untersuchungen den Erreger bei vier Wildschweinen im Bereich Netphen-Grissenbach im Kreis Siegen-Wittgenstein. Diese Ergebnisse führten dazu, dass Verantwortliche bestehende Kontrollgebiete neu abgrenzten und Überwachungsmaßnahmen ausweiteten. In Deutschland reagieren die zuständigen Stellen inzwischen abgestimmt zwischen den Bundesländern und setzen verstärkt auf Früherkennung und Einschränkungen in Risikogebieten.

(Quellen: eigene Recherche der Redaktion, IT Boltwise, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)