Seuchen-Alarm: In Bundesland sind nun Sperrzonen eingerichtet

Mehrere Beamte in grünen Anoraks stehen in einem Wald. Sie haben Masken auf, was darauf hindeutet, dass sie sich in einer gefährlichen, von einem Virus betroffenen Quarantäne-Zone befinden.
Symbolbild © imago/Markus Matzel

Aufgrund eines Seuchen-Alarms musste ein Bundesland nun Sperrzonen errichten, um die Ausbreitung in den Griff zu bekommen. Damit verunsichert eine weitere Seuche die Landwirtschaft und die Verbraucher.

Ein Seuchen-Alarm hält nun ein weiteres Bundesland in Schach. Die Verantwortlichen haben bereits Sperrzonen eingerichtet, um die Seuche an einer schnellen Ausbreitung zu hindern. Auf die Landwirtschaft kommt wohl eine weitere Katastrophe zu.

Landwirtschaft betroffen: „Hohe Kosten und entfallende Einnahmen“

Tierschützern mag eine Seuche nicht besonders verwunderlich erscheinen, gerade wenn man bedenkt, auf welch engem Raum die Tiere zusammenleben müssen. Doch eine Seuche wie beispielsweise die Vogelgrippe hat einen großen Einfluss auf Verbraucher und Landwirte. Letztere verlieren im Ernstfall einen Großteil oder sogar ihren kompletten Tierbestand und damit ihre Lebensgrundlage. Denn im Falle einer Seuche hat der Gesetzgeber zum Schutz der Verbraucher strenge Regeln erlassen. So müssen beispielsweise im Falle der Vogelgrippe die Bauern den kompletten Bestand keulen – ein unglaublich großer finanzieller Verlust. Nun gibt es eine weitere Seuche, die die Landwirte in Atem hält.

Seuchen-Alarm: Bundesland richtet Sperrzonen ein

Schon im November vergangenen Jahres hatte ein Bundesland die Sperrzonen erweitert. Nun ist der erste Fall der Blauzungenkrankheit bei einem Rind in Hessen aufgetreten. Die zuständigen Behörden gaben bekannt, dass bei dem Tier der Serotyp 8 im Landkreis Bergstraße nachgewiesen wurde. Rund um den Betrieb, in dem das Rind untergebracht ist, errichtete Hessen ein Sperrgebiet mit einem Radius von 150 Kilometern. Innerhalb dieses Gebietes dürfen die Tiere zwar weiterhin transportiert und gehandelt werden, außerhalb des Kreises gelten jedoch strenge Vorschriften.

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Anstecken können sich neben Rindern, Schafen und Ziegen auch Lamas und Alpakas. Neben hohem Fieber, Apathie und Fressunlust haben die betroffenen Tiere rote Nasen und Mäuler. Auch Lahmheit und Entzündungen können auftreten. Bei ersten Symptomen dieser Seuche sollte man unbedingt den Hoftierarzt informieren, so die Experten. Die Blauzungenkrankheit kann sogar tödlich enden. Deshalb raten Tierärzte dazu, die Bestände gegen die Serotypen 3, 4 und 8 impfen zu lassen. Dabei sei es unerlässlich, gegen alle drei Typen zu impfen. Eine Impfung gegen einen einzigen Serotyp reiche dabei nicht aus.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Landkreis Fulda, Landwirtschaftsministerium Hessen)