Seuchen-Alarm trifft Zoo und Tierpark in deutscher Großstadt

Ein Tiergehege steht in einem Zoo. Zwei männliche Besucher stehen vor dem Gehege und schauen sich dieses interessiert an. Im Gehege sind unter anderem eine Leiter und ein Häuschen aus Holz zu sehen.
Symbolbild © imago/SNA

Das Jahr 2025 war von einer Vielzahl prägender Ereignisse gekennzeichnet. In nahezu allen deutschen Großstädten war letztes Jahr viel los. Auch Berlin blieb davon nicht unberührt: Der Seuchen-Alarm traf die Großstadt.

Neben Demonstrationen, infrastrukturellen Herausforderungen und kulturellen Großveranstaltungen rückte zu Jahresbeginn ein Thema in den Fokus, das zunächst wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhielt, dann jedoch weitreichende Folgen hatte: eine Seuche, die den Berliner Zoo traf.

Seuchen-Ausbrüche bringen Zoos an ihre Grenzen

Der Ausbruch einer hochansteckenden Tierseuche stellt Zoos und Tierparks vor erhebliche Herausforderungen. Neben den unmittelbaren gesundheitlichen Risiken für die Tiere geraten auch die betrieblichen Abläufe unter Druck. Schutzmaßnahmen, Quarantänen und umfangreiche Tests verursachen hohe Kosten, während gleichzeitig Einnahmen wegfallen. Besonders betroffen sind Tierarten, die für das Virus empfänglich sind und streng überwacht oder isoliert werden müssen. Für die Einrichtungen bedeutet das einen erheblichen personellen und finanziellen Mehraufwand. Im Januar 2025 wurden erste Hinweise auf eine Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche im Berliner Umland bekannt. Was zunächst als regional begrenztes veterinärmedizinisches Problem erschien, entwickelte sich rasch zu einer ernsten Lage.

Seuchen-Alarm in Berlin: Zoo und Tierpark mussten handeln

Zu Beginn des Jahres 2025 gerieten die beiden großen Berliner Tierhaltungen unerwartet in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Hinweise auf eine ansteckende Tierkrankheit im Raum Berlin führten dazu, dass der reguläre Betrieb abrupt unterbrochen werden musste. Die Leitung der Einrichtungen entschied sich für eine vorübergehende Schließung, um jedes Risiko für die Tierbestände auszuschließen. Ausschlaggebend war die Sorge, dass sich Erreger unbemerkt über Besucher oder Lieferwege verbreiten könnten. Die Maßnahme traf viele Besucher unvorbereitet, galt jedoch als notwendiger Schritt, um größere Schäden für die Tiergesundheit zu verhindern.

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Nach der Einstellung des Besucherbetriebs begann eine intensive Phase der Kontrolle und Beobachtung. Tierärztliche Untersuchungen und Laboranalysen bestimmten den Alltag hinter den Kulissen. Mit zunehmender Dauer ohne neue Krankheitsnachweise wuchs die Zuversicht, dass die Bestände verschont geblieben waren. Gleichzeitig stellte der Stillstand eine wirtschaftliche Belastungsprobe dar. Fixkosten liefen weiter, während Einnahmen vollständig fehlten. Die Verantwortlichen suchten daher frühzeitig den Austausch mit Förderern und öffentlichen Stellen, um die Versorgung der Tiere langfristig sicherzustellen. Erst nach sorgfältiger Abwägung aller Risiken konnten Überlegungen zur schrittweisen Rückkehr in den Normalbetrieb angestellt werden.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Zoo Berlin)