
Gesundheitsbehörden beobachten in der Hauptstadt eine auffällige Entwicklung bei einer seltenen Infektionskrankheit. Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg, eine neue Virus-Variante breitet sich aus.
In vielen Teilen Europas breiten sich zuletzt wieder vermehrt Viren aus, und Gesundheitsbehörden reagieren mit erhöhter Aufmerksamkeit. Grippe, Masern und andere Infektionen treten in mehreren Ländern häufiger auf, zudem melden einige Regionen steigende Fallzahlen bei seltenen Krankheiten.
Behörden warnen: Schutzmaßnahmen sollten im Alltag befolgt werden
Ärzte und Behörden erinnern die Bevölkerung daran, grundlegende Schutzmaßnahmen konsequent im Alltag zu berücksichtigen, denn einfache Regeln können Infektionen deutlich reduzieren. Regelmäßiges Händewaschen, Abstand bei Krankheitssymptomen und rechtzeitige Arztbesuche helfen, Ansteckungen zu vermeiden. Zudem achten viele Experten auf Impfungen, weil sie schwere Krankheitsverläufe verhindern können. Reisende sollten sich vor Auslandsaufenthalten über Risiken informieren, und Arbeitgeber sollten bei Krankheitssymptomen flexible Lösungen ermöglichen.
Neue Virus-Variante breitet sich aus
Mpox gehört zu den seltenen Virusinfektionen, die Ärzte in Europa besonders aufmerksam verfolgen. Das Virus verursacht Hautveränderungen, Fieber und grippeähnliche Beschwerden, zudem klagen viele Betroffene über geschwollene Lymphknoten. Enge körperliche Kontakte, vor allem beim Sex, begünstigen die Übertragung, und deshalb ordnen Fachleute Mpox häufig bestimmten Risikogruppen zu. Die Krankheit stammt ursprünglich aus Afrika, doch internationale Reisen führten dazu, dass einzelne Fälle auch in Europa auftreten. Mediziner setzen auf Aufklärung und Tests, weil eine frühe Diagnose die Ausbreitung begrenzen kann. Wer Symptome erkennt und Kontakte reduziert, senkt das Risiko für weitere Infektionen deutlich.
In Berlin registrierte das Landesamt für Gesundheit und Soziales bis zum 5. April dieses Jahres 71 Mpox-Infektionen, und damit stieg die Zahl deutlich im Vergleich zu den Vorjahren. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres zählte die Behörde 61 Fälle, 2024 lagen nur 14 Meldungen vor, 2023 sogar lediglich zehn. Fachleute stellten bei rund 63 Prozent der aktuellen Infektionen die Variante Klade Ib fest, die seit 2024 vor allem in Zentralafrika kursiert und erst Ende 2025 erstmals in Berlin auftauchte. Die meisten Betroffenen sind Männer.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Lageso, WHO, RKI)














