
Die Erleichterung dürfte jetzt nach dieser Zeit groß sein. Die Seuchen-Beschränkungen werden in einem Bundesland aufgehoben. Zumindest lässt sich nun ein vorsichtiger optimistischer Blick in die Zukunft wagen.
So mancher dürfte inzwischen erleichtert sein und erst einmal nach den vielen aufregenden Wochen tief durchatmen können. Die Seuchen-Beschränkungen werden in einem Bundesland aufgehoben. Damit gibt es auf jeden Fall einen Lichtblick am Horizont.
Gezielte Präventions- und Eindämmungsmaßnahmen
Die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, ist eine hoch ansteckende Tierseuche, die neben Hausschweinen auch Wildschweine betrifft. Während ASP für den Menschen ungefährlich ist, endet diese Seuche für die Tiere fast immer tödlich. Aktuell beobachten viele Regionen weiterhin Ausbrüche und regionale Verbreitungsschwerpunkte bei Wildschweinen, wodurch der Schutz von Beständen und die Aufrechterhaltung der Tiergesundheit zu einer zentralen Herausforderung werden. Die Reduzierung der ASP-Verbreitung in Wildpopulationen wird durch gezielte Präventions- und Eindämmungsmaßnahmen unterstützt. Einige Seuchen-Beschränkungen werden in einem Bundesland jedoch aufgehoben.
EU hat Antrag auf Teilrückstufung zugestimmt
Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest wurden in Deutschland mehr als 8.900 bestätigte Fälle von ASP-infizierten Wildschweinen gemeldet. Erstmals trat die Seuche am 10. September 2020 bei Wildschweinen in Brandenburg nahe der Grenze zu Polen auf. Seit dem 31. Oktober 2020 ist auch das Bundesland Sachsen von ASP betroffen. Am 15. Juni 2024 bestätigte sich der ASP-Virus erstmals bei einem Wildschwein im Landkreis Groß-Gerau in Hessen und am 9. Juli 2024 trat der erste Fall in Rheinland-Pfalz im Landkreis Alzey-Worms auf. Ab dem 8. August 2024 wurden in Baden-Württemberg und ab dem 15. Juni 2025 in Nordrhein-Westfalen ebenfalls bestätigte Fälle von ASP-infizierten Wildschweinen gemeldet.
Doch nun gibt es einen Hoffnungsschimmer, da in einem Bundesland die Seuchen-Beschränkungen aufgehoben werden. Auf Antrag der Landwirtschaftsministerien von Hessen und Rheinland-Pfalz und im Einvernehmen mit dem Bund hat die EU mittlerweile einer Teilrückstufung zugestimmt. Dadurch werden die Sperrzonen im Kerngebiet Beta verkleinert. Teile des Rheingau-Taunus-Kreises sowie angrenzende Flächen im Main-Taunus-Kreis, und Hochtaunuskreis, in Wiesbaden und Frankfurt werden künftig als ASP-frei ausgewiesen, wodurch in den zurückgestuften Bereichen erste Seuchen-Beschränkungen entfallen. Viele Menschen dürften über diese Entscheidung sehr erleichtert sein und einen vorsichtig optimistischen Blick in die Zukunft wagen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Hessisches Landwirtschaftsministerium)














