Sicherheit: Maßnahmen auf Weihnachtsmärkten werden verschärft

Die Polizei steht am Abend mit einem Fahrzeug auf einem weihnachtlich geschmückten Weihnachtsmarkt. Für den Einsatz auf der Veranstaltung wurden Absperrungen in der Innenstadt aufgestellt.
Symbolbild © imago/Moritz Schlenk

Der Anschlag in Magdeburg hat viele erschüttert. Nun macht sich der Kanzler für schärfere Maßnahmen auf Weihnachtsmärkten in Deutschland stark. Eine Umfrage zeigt, wie groß die Sorge der Menschen tatsächlich ist. 

Glühwein, gebrannte Mandeln ‒ und immer eine Portion Angst: Die Sorgen der Weihnachtsmarktbesucher sind groß. Jetzt fordert Kanzler Merz einheitliche Maßnahmen.

Verschärfte Maßnahmen auf Weihnachtsmärkten ‒ jetzt meldet sich Merz

Die Angst vor Anschlägen auf Weihnachtsmärkten ist überall zu spüren. Behörden geben jedoch Entwarnung. Aktuell soll nichts auf eine Gefährdung hindeuten, so das Bundeskriminalamt (BKA). Das gilt auch für Märkte in Baden-Württemberg, wo Städte wie Esslingen oder Heilbronn dennoch auf umfangreiche Sicherheitskonzepte setzen. Die Stimmung bleibt angespannt, weshalb die Vorkehrungen in vielen Bundesländern verschärft werden.

Über 60 Prozent der Bürger können ihren Weihnachtsmarktbesuch offenbar nicht unbesorgt planen. Sie schließen einen Anschlag nicht ganz aus. 37 Prozent glauben, dass die Sicherheitsmaßnahmen nicht genügen. Die Umfrage wurde von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) beauftragt und von YouGov durchgeführt. Dass die Menschen besorgt sind, ist angesichts des blutigen Attentats in Magdeburg im Jahr 2024 verständlich: Ein Mann raste plötzlich und mit massiver Geschwindigkeit über den damals stattfindenden Weihnachtsmarkt. Mehrere Menschen verstarben. Viele wurden verletzt.

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Tragische Entwicklung: Magdeburg war nicht das erste Ziel

Obwohl sich in erster Linie die jeweilige Landespolizei um die Sicherheit auf den Veranstaltungen kümmert, hat sich nun auch Friedrich Merz zu Wort gemeldet. Der Kanzler will Städte und Kommunen offenbar nicht alleine lassen und sichert Unterstützung bei der Planung zu. Für Straftäter sieht er bereits seit Längerem härtere Maßnahmen vor, wie nach dem Anschlag in Magdeburg deutlich wurde. Jetzt fordert er bundesweit einheitliche Standards für alle Weihnachtsmärkte.

Magdeburg war nicht das erste Ziel von Attentätern. Schon im Jahr 2016 kam es zu einem Anschlag. Damals traf es den Weihnachtsmarkt in Berlin an der Gedächtniskirche. Die Tat zog ebenfalls mehrere Todesopfer und Verletzte nach sich. Angst und Unbehagen begleiten deshalb auch heute noch zahlreiche Weihnachtsmarktbesucher. Doch die Hoffnung ist groß, dass diese Saison friedlich und unbeschwert verläuft.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, AFP)