So viel Silvester-Feuerwerk in den Geschäften wie noch nie

In einem Supermarkt liegen mehrere Verpackungen mit Feuerwerkskörpern aus. Auf den Verpackungen steht unter anderem "made in Germany". Die Farben der Deutschlandflagge untermalen die Herkunft des Artikels.
Symbolbild © imago/snowfieldphotography

In den Geschäften ist die Nachfrage nach Silvester-Feuerwerk in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Doch die Kritik wird immer lauter. Auch viele Bürger sprechen sich mittlerweile für Verbote und härtere Maßnahmen an Silvester aus. 

Der Jahreswechsel steht vor der Tür. Nun flammt die Debatte um ein „Silvester-Verbot“ wieder auf. Die Nachfrage nach Feuerwerkskörpern nimmt stetig zu.

Silvester-Feuerwerk in Geschäften: Die Zahlen steigen seit Jahren

Die Kritik an Feuerwerken wächst. Fans lassen sich die Silvesterfreude jedoch nicht nehmen. Zahlen bestätigen es: Ganze 197 Millionen Euro konnte die Feuerwerksindustrie zum Wechsel ins Jahr 2025 erfolgreich umsetzen. Zum Vergleich: Silvester 2023 waren es 180 Millionen Euro. Es ist offenbar nicht das Ende des Booms. Auch in diesem Jahr sprechen einige von einem „Rekord“, während Feuerwerksfirmen sich bereits auf eine steigende Nachfrage vorbereitet haben. Berichten zufolge sollen in diesem Jahr so viele Silvester-Feuerwerkskörper „wie noch nie“ in den Geschäften liegen.

Hitzige Verbotsdebatte: Zahlreiche Bürger fordern strenge Maßnahmen

Wer selbst ein buntes Fest plant, kann Silvester-Feuerwerk (F2) in Deutschland zwischen dem 29. und 31. Dezember kaufen. Dieser kurze Zeitraum ist für den Verkauf gesetzlich vorgeschrieben, um die Sicherheit zu erhöhen. Anders sieht das bei sogenanntem Kleinstfeuerwerk aus. Dazu gehören zum Beispiel Wunderkerzen, die Verbraucher das ganze Jahr über im Handel finden. Generell sorgt das Thema in der Bevölkerung für hitzige Debatten. Nicht nur wegen des Lärms, sondern auch aufgrund der Umweltverschmutzung.

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Laut Umweltbundesamt kommt es jedes Jahr zu einer hohen Feinstaubbelastung. Zahlreiche Bürger sprechen sich deshalb für strengere Maßnahmen und Verbote aus. Zum Jahreswechsel 2025/2026 fällt das Warenvolumen insgesamt hoch aus. Hauptproduzent und -Lieferant ist China. Ganz so spektakulär, wie manche Zahlen klingen, ist es wohl dennoch nicht: Die Importmenge ist laut Statistischem Bundesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar tatsächlich um über 60 Prozent gestiegen. Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) warnt jedoch vor voreiligen Schlüssen. Die Ware habe China in diesem Jahr lediglich früher geliefert. Demnach ist noch nicht abschließend geklärt, ob es sich wirklich um ein neues Rekord-Jahr handelt. Klar ist hingegen, dass es auch dieses Jahr vielerorts richtig bunt, schmutzig und laut wird – und das dürfte nicht jedem gefallen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Weco, Comet)