Spaziergänger aufgepasst: Im Wald lauert tödliche Gefahr

Eine Gruppe von Menschen steht in einem herbstlichen Wald und untersucht gemeinsam einen gefundenen Pilz. Sie betrachten ihn aufmerksam und versuchen, die Pilzart eindeutig zu bestimmen.
Symbolbild © istockphoto/PamelaJoeMCFarlane

Mit den ersten kühleren Tagen beginnt für viele Pilzsammler die Saison. Im Herbst finden sich in Wäldern und auf Wiesen zahlreiche Arten, die sich nun gut erkennen und sammeln lassen. Für manche Menschen gehört die Suche nach Steinpilzen, Maronen oder anderen Speisepilzen fest zum Herbst.

Viele unterschätzen die Gefahr beim Pilzesammeln

Der Herbst bringt für viele Pilzsammler die Zeit, in der sie mit Korb und Messer durch Wälder und andere geeignete Gebiete gehen. Feuchtigkeit und die kühleren Temperaturen schaffen Bedingungen, unter denen zahlreiche Pilzarten zu finden sind. Wer einen Pilz mitnimmt, muss ihn deshalb eindeutig bestimmen können. Denn in der Natur wachsen essbare und giftige Arten oft in derselben Umgebung. Gerade bei unerfahrenen Sammlern entsteht jedoch schnell ein Problem: Sie können verschiedene Pilzarten nicht zuverlässig voneinander unterscheiden. Das liegt auch daran, dass sich manche giftigen Exemplare äußerlich nur schwer von essbaren Arten abgrenzen lassen.

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Im Wald lauert eine kaum bekannte tödliche Gefahr

Einige giftige Pilzarten enthalten Substanzen, die den menschlichen Körper erheblich belasten. Besonders problematisch sind Pilze, die Amatoxine bilden. Diese Giftstoffe können schwere Schäden an der Leber verursachen und damit eine lebensbedrohliche Vergiftung auslösen. Eine zusätzliche Gefahr besteht darin, dass Beschwerden nach dem Verzehr nicht unbedingt sofort auftreten. Betroffene erkennen die Ursache deshalb möglicherweise zunächst nicht und unterschätzen die Situation.

Ein Beispiel für die Gefährlichkeit von Amatoxinen liefert „Amanita phalloides“. Bereits ein einzelner Pilz dieser Art kann eine Menge dieser Giftstoffe enthalten, die für einen erwachsenen Menschen potenziell tödlich ist. Wie häufig solche Vergiftungen schwere Folgen haben können, zeigen die Daten des Giftinformationszentrums in Mailand. Zwischen 1998 und 2017 gingen dort 12.813 Verdachtsfälle von Pilzvergiftungen ein. Bei 637 Fällen bestätigten die Untersuchungen eine Vergiftung durch Amatoxine. Für 19 Betroffene wurde eine Lebertransplantation notwendig. 40 Menschen starben.

(Quellen: BfR, DGfM, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)