Gefahr: Geflügelpest breitet sich aus
Bei der Seuche handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung, die hauptsächlich Hühner, Puten und anderes Nutzgeflügel befällt. Fachleute bezeichnen sie auch als atypische Geflügelpest. Das Virus greift Atemwege, Verdauungssystem und Nervensystem der Tiere an. Erkrankte Tiere zeigen unter anderem Atemnot, Durchfall, Leistungsabfall und neurologische Störungen. In schweren Fällen verenden viele Tiere innerhalb kurzer Zeit. Das Virus verbreitet sich über direkten Tierkontakt, über kontaminierte Kleidung oder Geräte sowie über Transportwege. Deshalb schreiben die Behörden strenge Hygieneregeln vor. Für Menschen gilt die Krankheit in der Regel als ungefährlich, dennoch ordnen Veterinärämter konsequente Maßnahmen an, um eine weitere Verbreitung unter Tierbeständen zu verhindern.
Seuchen-Ausbruch in deutscher Region: Veterinärämter greifen zu Maßnahmen
Ein Ausbruch bringt erhebliche Folgen für die Landwirtschaft mit sich. Zunächst verlieren betroffene Betriebe ihren gesamten Bestand, weil sie alle Tiere töten müssen, um die Seuche einzudämmen. Dadurch entstehen hohe wirtschaftliche Schäden. Zudem richten Behörden Sperrbezirke ein und schränken den Tierverkehr stark ein. Landwirte dürfen dann keine Tiere mehr verbringen, was Lieferketten unterbricht und Märkte belastet. Gleichzeitig wächst der Druck auf benachbarte Höfe, da auch sie zusätzliche Schutzmaßnahmen umsetzen müssen. Das Gefährliche an der Krankheit liegt vor allem in ihrer schnellen Übertragbarkeit. Innerhalb weniger Tage kann sich das Virus in großen Beständen ausbreiten und massive Verluste verursachen.
Im Landkreis Erding, in Oberbayern, meldete das Landratsamt nun einen konkreten Ausbruch in einem großen Nutzgeflügelbetrieb. Dort infizierte sich ein Bestand von rund 39.500 Tieren mit der hochansteckenden Newcastle-Krankheit. Das Veterinäramt sperrte den Betrieb bereits am Dienstag und ordnete umfassende Schutzmaßnahmen an. Fachleute entnahmen Proben aus einem Stall und ließen sie im Friedrich-Löffler-Institut untersuchen. Das Institut bestätigte die Infektion eindeutig. Aufgrund dieses Ergebnisses müssen die Verantwortlichen den gesamten Geflügelbestand des Betriebs töten. Mit dieser Maßnahme wollen die Behörden verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Landratsamt Erding)