
Jetzt ist es tatsächlich passiert! Trotz der Einrichtung von Sperrzonen haben sich die ersten Menschen mit einer ansteckenden Tierseuche infiziert. Angst verbreitet sich in der Bevölkerung.
Die Einrichtung von Sperrzonen ist bei Seuchengefahr eine schnelle und notwendige Maßnahme zur Eindämmung. Dennoch haben sich nun die ersten Menschen mit einer ansteckenden Tierseuche infiziert. Um sich zu schützen, sollte jeder nun besondere Hinweise beachten.
Seuchengefahr: Viele Regionen betroffen
Hasen in freier Wildbahn sind scheue, flinke Tiere, die sich vor allem durch schnelle Sprünge und kurze, ruhige Versteckphasen auszeichnen. Sie leben in offenen, leicht bewachsenen Landschaften wie Feldern, Wiesen und Waldrändern, wo sie Schutz durch Tarnung und dichte Deckung finden. Die Nahrung dieser tag- und dämmerungsaktiven Tiere besteht hauptsächlich aus Gras, Kräutern, Blättern und jungen Trieben. Die Fortpflanzung erfolgt schon früh im Jahr, wobei die Jungen bei der Geburt bereits Fell und Sehvermögen haben und innerhalb kurzer Zeit selbstständig werden. In vielen Regionen sind Hasen jedoch durch Lebensraumverlust, Jagd und Krankheit bedroht. Eine dieser Krankheiten ist eine ansteckende Tierseuche, mit der sich nun auch erste Menschen infiziert haben.
Gefährliche Seuche: Anstieg der jährlichen Fallzahlen zu beobachten
Die Hasenpest ist eine bakterielle Infektion, die vor allem bei Kaninchen und Hasen auftritt. In Deutschland und weiteren EU-Ländern ist ein fortwährender Anstieg der jährlichen Fallzahlen zu beobachten. Die Seuche kommt das ganze Jahr über vor, allerdings fallen die meisten Fälle nach Angaben der Experten in den Zeitraum von Juni bis Oktober. Die Übertragung von Tier zu Tier erfolgt oft durch direkten Kontakt, Tröpfcheninfektion in der Luft oder über kontaminierte Gegenstände. Aber auch Menschen können sich durch Haut- oder Schleimhautkontakt mit infizierten Tieren oder deren Kadavern mit der Tierseuche anstecken.
Eine Infektion ist außerdem über kontaminiertes Trinkwasser oder durch die Zubereitung und den Verzehr von erregerhaltigem, nicht ausreichend durchgegartem Fleisch möglich. Mehr als 30 Menschen sind in diesem Jahr (Stand 21. April 2026) bereits an der Hasenpest erkrankt. Bei Menschen setzt die Erkrankung meist abrupt mit grippeähnlichen Symptomen und häufig auch schmerzhaften Lymphknotenschwellungen ein. Dennoch ist die Krankheit in der Regel gut mit Antibiotika zu behandeln. Allerdings sollten Menschen, um sich zu schützen, direkten Kontakt vermeiden und Abstand zu toten Tieren halten. Ein Kadaverfund ist darüber hinaus sofort dem Veterinäramt zu melden.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Robert Koch-Institut, dpa)














