
Die explodierenden Spritpreise belasten nicht nur die Autofahrer, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Inzwischen schlagen auch die Spediteure Alarm, denn sie sehen sich mit horrenden Kosten konfrontiert.
Es war einfach nur eine Konsequenz, auf die viele Verbraucher bereits gewartet haben. Die Spediteure schlagen angesichts der hohen Spritkosten nun ebenfalls Alarm und stellen in Aussicht, dass für die Menschen bald alles noch teurer werden könnte.
Bürger gehen an die Decke: „Die Preise schießen unkontrolliert nach oben“
Dass die Preise in diesem Jahr ansteigen, hatten viele Bürger bereits im letzten Jahr vermutet und sich entsprechend darauf eingestellt. Mit dem Iran-Krieg konnten jedoch die wenigsten rechnen. Doch genau dieser sorgt nun dafür, dass die Spritkosten hierzulande in die Höhe schießen. Da man auch jederzeit mit einer Blockade wichtiger Zulieferungswege rechnet, stellen sich die Unternehmen auf eine Änderung der Routen ein. Dies hat jedoch höhere Kosten zur Folge. Und das ist nicht das einzige Problem. Mit den gestiegenen Spritkosten schlagen nun auch die Spediteure Alarm.
An einer Teuerung führt kein Weg vorbei: Spediteure schlagen Alarm
Speditionsunternehmen sorgen dafür, dass die Waren aus dem Aus- und Inland ihren Zielort erreichen. Ohne diese gäbe es keine vollen Lebensmittelmärkte und Geschäfte mit Kleidung und anderen wichtigen Gebrauchsgegenständen. Gerade kleinere Spediteure schlagen nun jedoch Alarm. Denn mit einem Mehrpreis von 40 Cent pro Liter Sprit und einem Verbrauch von 30 Litern pro 100 Kilometer zählen LKWs zu den wahren Spritfressern. Dies macht Mehrkosten von ca. 1.200 Euro im Monat aus.
Speditionsunternehmen, die beispielsweise 50 LKWs in ihrer Flotte haben, entstehen Mehrkosten von ca. 700.000 Euro. Kleine Unternehmen können diese hohen Ausgaben gar nicht mehr stemmen. Zudem haben sie den Nachteil, dass sie oftmals in ihren Verträgen mit den Kooperationspartnern keine Absicherungsklausel haben, die sie vor hohen Spritkosten schützt. Deshalb fordern die Speditionsunternehmen die Politiker endlich zum Handeln auf. Sie reden von einer Spritpreisbremse und anderen Maßnahmen, die direkt und sofort bei den Unternehmen ankommen müssen, um eine weitere Pleitewelle zu vermeiden. Über kurz oder lang müssten sonst auch die Endpreise für die Verbraucher nach oben hin angepasst werden.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)














