Steigende Ölpreise: Deutsche Möbelfirma schlittert in die Insolvenz

In einem Möbelhaus richtet sich der Blick auf verschiedene Modelle von Stühlen und Tischen. Sie sind neben- und hintereinander aufgestellt und mit Preisen ausgezeichnet. Auf den Regalen an den Wänden findet man weitere Stühle in verschiedenen Ausführungen und aus unterschiedlichem Material.
Symbolbild © imago/photo2000

Das ist kaum zu fassen, aber nun schlittert eine bekannte deutsche Möbelfirma in die Insolvenz. Die Mitarbeiter, aber auch treue Kunden sind davon schockiert. Als einer der Gründe gelten die steigenden Ölpreise.

Die deutsche Möbelindustrie steht unter Druck. Jetzt hat es auch eine traditionsreiche deutsche Möbelfirma getroffen. Denn diese musste inzwischen Insolvenz anmelden.

Es wird immer schwieriger für die Unternehmen

Für viele Kunden ist das ein echter Schock. Denn die deutsche Möbelfirma Interlübke hat Insolvenz angemeldet. Auslöser ist laut den Angaben des Unternehmens vordergründig die jüngste Energiekrise, welche durch die geopolitischen Spannungen entstanden ist. Insbesondere die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben zu drastisch steigenden Ölpreisen geführt – mit fatalen Folgen. Die Produktionskosten sind massiv in die Höhe geschossen, und so musste die deutsche Möbelfirma in die Insolvenz gehen.

Interlübke existiert bereits seit dem Jahr 1937 und hat seinen Sitz in dem ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück. Das Unternehmen zählt zu den bekannten Herstellern hochwertiger Designmöbel. Doch weder Tradition noch Qualität schützen vor der wirtschaftlichen Schieflage. Das Werk von Interlübke wird noch mit Öl beheizt, wodurch die stark gestiegenen Energiepreise das Unternehmen besonders hart trafen.

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Mitarbeiter sind von Entwicklung schockiert

Ein weiteres Problem der deutschen Möbelfirma waren die steigenden Preise bei wichtigen Materialien wie Holz, Öl und Transportkosten. Diese haben sich teilweise jede Woche erhöht. Insgesamt steckt die Möbelbranche in einer strukturellen Krise. Viele Verbraucher halten sich derzeit mit größeren Anschaffungen zurück. Und während viele Haushalte in der Corona-Krise in neue Möbel investierten, ist die Nachfrage mittlerweile ordentlich gesunken.

Trotz der Insolvenz gibt es jedoch noch Hoffnung für die deutsche Möbelfirma. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst weiterlaufen, während man einen Investor sucht. Von einer erfolgreichen Sanierung hängen mehr als hundert Arbeitsplätze ab. Ob das Unternehmen gerettet werden kann, steht derzeit noch aus. Für die Angestellten heißt es also erst einmal bangen und abwarten, ob man es noch einmal schafft, das Ruder in der deutschen Möbelfirma herumzureißen. Zu wünschen wäre es dem traditionsreichen Unternehmen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Insolvenzbekanntmachungen, Wirtschaftswoche)