
Lebensmittel, Wohnen und Energie belasten viele Haushalte zunehmend. Deshalb versuchen Verbraucher, ihre laufenden Kosten zu senken. Besonders beim Strom zeigt sich, wie stark die Ausgaben gestiegen sind. Viele Deutsche zahlen drauf.
Viele Menschen achten inzwischen genauer darauf, wofür sie ihr Geld ausgeben. Höhere Preise für Lebensmittel, Wohnen und Energie belasten die Haushaltsbudgets, sodass Verbraucher häufiger nach Einsparmöglichkeiten suchen. Dazu gehört ebenso ein bewussterer Umgang mit Strom und Heizung.
Strom bleibt teuer: Haushalte zahlen deutlich mehr
Besonders deutlich zeigt sich die Preiserhöhung beim Strompreis. Private Haushalte zahlten im zweiten Halbjahr 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes durchschnittlich 40,55 Cent für eine Kilowattstunde. Gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2021 lag der Preis damit noch 23,4 Prozent höher. Zwar haben sich die Strompreise nach den starken Ausschlägen der Energiekrise wieder etwas beruhigt, auf das frühere Niveau kehrten sie jedoch nicht zurück. Damit geben Verbraucher weiterhin deutlich mehr für Strom aus als noch vor einigen Jahren. Wie stark die Belastung ausfällt, hängt unter anderem vom Verbrauch, dem gewählten Tarif und der Haushaltsgröße ab.
Hohe Energiepreise: Deutsche Bürger zahlen drauf
Mehrere Entwicklungen haben zu diesem höheren Preisniveau beigetragen. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs verschärfte sich 2022 die Energiekrise, zugleich stiegen insbesondere die Gas- und Großhandelspreise stark. Gas spielt auch für die Stromerzeugung eine Rolle und kann über die Preisbildung am Strommarkt die Kosten beeinflussen. Inzwischen sind die Beschaffungskosten wieder zurückgegangen, andere Bestandteile halten den Endpreis jedoch hoch. Nach Berechnungen für 2025 entfallen rund 40 Prozent des Haushaltsstrompreises auf Beschaffung und Vertrieb, etwa 32 Prozent auf Steuern, Abgaben und Umlagen und weitere 28 Prozent auf die Netzentgelte.
Auch im europäischen Vergleich fällt das Preisniveau in Deutschland auf. Eine Auswertung auf Grundlage verfügbarer EU-Daten kommt für Deutschland auf rund 39 Cent je Kilowattstunde einschließlich Steuern und Abgaben. Damit liegt der Wert etwa zehn Cent über dem EU-Durchschnitt von rund 29 Cent. Nur in Irland lag der untersuchte Durchschnittspreis höher. Für deutsche Haushalte kann dieser Unterschied je nach Verbrauch mehrere hundert Euro pro Jahr ausmachen.
(Quellen: Eurostat, BNetzA, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














