Strompreise schießen um 80 Prozent hoch – jetzt kommt die Wende

An einer Wand hängt ein Stromzähler. Eine Person steht vor dem Gerät und leuchtet dieses in der Dunkelheit mit einer Taschenlampe an. Sie schaut den Zählerstand an.
Symbolbild © istockphoto/AndreyPopov

Die Gaspreise steigen um fast 50 Prozent, auch die Strompreise schießen um 80 Prozent hoch. Viele Verbraucher wissen nicht mehr, wie sie das bezahlen sollen. Doch nun soll bald die Wende kommen.

Immer mehr Menschen in Deutschland verzweifeln, insbesondere die, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Neben den Gaspreisen schießen nun auch die Strompreise um 80 Prozent hoch. Allerdings soll es bald eine Entlastung geben.

Bald beginnt die Heizperiode: Menschen verzweifeln

Die Situation auf dem Energiemarkt hat sich in diesem Monat spürbar zugespitzt. Während zu Beginn des Jahres staatliche Zuschüsse für eine leichte Entspannung bei den Verbraucherpreisen sorgten, erleben die Großhandelspreise für Gas und Strom infolge geopolitischer Krisen aktuell massive Sprünge. Hauptursache für den plötzlichen Anstieg im Spätsommer sind die eskalierenden Konflikte im Nahen Osten. Insbesondere die Krise rund um den Iran und die Straße von Hormus. Auf der anderen Seite verteuert der gesetzliche CO₂-Preis fossile Energieträger kontinuierlich. Im Jahr 2026 liegt der Preiskorridor bei bis zu 65 Euro pro Tonne CO₂, was allein beim Gas zu einer Grundbelastung von brutto 1,40 Cent pro kWh führt.

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Strompreise schießen um 80 Prozent hoch: Die Wende soll kommen 

Die Preiserwartungen für Strom und Gas haben sich nun stabilisiert, wodurch erste Experten eine vorsichtige Entlastung bei den Beschaffungskosten in Aussicht stellen. Dennoch betonen Ökonomen und Netzbetreiber gleichermaßen, dass die Systemkosten für die Infrastruktur dauerhaft auf einem historisch hohen Niveau bleiben werden. Die europäischen Erdgasspeicher sind vor Beginn der Heizperiode nahezu vollständig gefüllt, was die Angst vor akuten Engpässen im kommenden Winter minimiert. Der beschleunigte Ausbau von Wind- und Solaranlagen drückt an Produktionstagen die Börsenstrompreise, da teure Gaskraftwerke seltener zugeschaltet werden müssen.

Obwohl die Energie selbst günstiger wird, verhindern die steigenden Kosten für Betrieb und Umbau des Energiesystems einen Preissturz für Endverbraucher. Da die staatlichen Milliardensubventionen zur Dämpfung der Netzentgelte auslaufen oder gedeckelt sind, werden diese Kosten direkt auf den Strompreis pro Kilowattstunde umgelegt. Um die schwankende Einspeisung von Wind und Sonne auszugleichen, müssen hochmoderne, wasserstofffähige Gaskraftwerke als Reserve bereitgehalten werden. Die Bereitstellung dieser Kraftwerke kostet Geld. Die Finanzierung erfolgt über Umlagen.

(Quellen: ICIS, Handelsblatt)