Tier-Plage: Deutsche Ortschaften kämpfen gegen Invasionen an

Zwei Männer in Schutzanzügen mit Atemmasken verteilen ein Pestizid oder Gift im Wald. Sie bekämpfen Schädlinge, Bakterien oder gefährliche Viren. Das Virus führt zu einer extrem strengen Maßnahme.
Symbolbild © imago/ ITAR-TASS

In vielen deutschen Ortschaften kämpfen die Menschen gegen wahre Invasionen von Tierplagen und wissen sich nicht mehr zu helfen. Der Schaden ist nachhaltig und die kleinen Tiere können sogar das Stromnetz lahmlegen. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Immer mehr deutsche Ortschaften schlagen Alarm. Sie kämpfen gegen Invasionen von Millionen kleinen Tieren, die zu einem echten Problem geworden sind. Dabei sind diese Tiere in Deutschland überhaupt nicht beheimatet.

Millionen Krabbeltiere: Deutsche Ortschaften kämpfen gegen Invasionen an

Innerhalb kürzester Zeit können die Krabbeltiere Kolonien mit Millionen von Tieren bilden. Betroffene Gemeinden stellen ihren Bürgern mittlerweile Mittel zur Verfügung, damit diese sich gegen den Ansturm wehren können. Im Vordergrund steht dabei oftmals die biologische Bekämpfung, zum Beispiel mithilfe von Kieselgur. Damit versucht man, die kleinen Winzlinge wieder unter Kontrolle zu bringen. Niemand hätte gedacht, dass Ameisen einen derart desaströsen Schaden anrichten können.

Eine besondere Art, die in Deutschland in immer mehr Ortschaften auftritt, wird aktuell zur echten Plage: Die Rede ist von Tapinoma magnum. Auf den ersten Blick sind keine Unterschiede zu „normalen“ Ameisen erkennbar. Doch die Tiere sind hier eigentlich gar nicht heimisch – sie kommen aus dem Mittelmeerraum und wurden nach Deutschland eingeschleppt. Im Gegensatz zu normalen Ameisen breiten sich diese Tiere exorbitant schnell aus und vermehren sich stark. Anstelle von Ameisenstraßen nutzen die Millimeter großen Krabbeltiere mehrspurige Ameisenautobahnen. Erste Anzeichen für einen Befall sind Erdhaufen. Die Tiere sind schwarz und werden maximal 4 Millimeter groß.

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Die Ameisen haben eine besondere Eigenschaft: Wenn sie gereizt werden, verteidigen sie sich mit einem leicht sauren Geruch. Es ist dringend notwendig, die Ausbreitung dieser Kolonien einzudämmen. Denn in einigen Ortschaften haben die Ameisen bereits Stromleitungen zerstört und so zu Blackouts geführt. Sie graben sich außerdem in Fußwegen ein und verursachen auf diesem Weg Schäden in Höhe von Tausenden von Euro. Wer die Tapinoma magnum erst einmal im eigenen Garten hat, bekommt sie so schnell nicht wieder los und muss im schlimmsten Fall mit enormen Schäden rechnen.