
Laut Experten können Tigermücken das gefährliche West-Nil-Virus übertragen. Auch für Deutschland gibt es jetzt Warnungen. Das RKI befürchtet sogar eine regelrechte Welle.
Sowohl Tigermücken als auch das sehr gefährliche West-Nil-Virus breiten sich in Deutschland immer weiter aus. Sogar das Robert Koch-Institut (RKI) warnt jetzt vor einer drohenden Welle mit steigenden Fallzahlen.
West-Nil-Virus ist gefährlich
Die Stiche von Tigermücken können gefährliche Krankheiten wie das gefürchtete West-Nil-Virus übertragen, und das auch in Deutschland. Das RKI warnt derzeit davor, dass sich das West-Nil-Virus in den nächsten Jahren in Deutschland drastisch ausbreiten könnte. Zudem bestehe die Chance, dass die Mücke noch weitere Krankheiten nach Deutschland einschleusen könnte.
Die eingewanderte Asiatische Tigermücke, welche neben dem West-Nil-Virus noch weitere Krankheiten übertragen kann, fühlt sich in Deutschland mittlerweile heimisch. Die invasive Art breitet sich rasch in weiten Teilen der Bundesrepublik aus. Während Experten versuchen, die Population einzudämmen, warnt das RKI vor möglichen Folgen nach einem Stich.
Mehr Fälle erwartet
Die Experten des RKI erwarten in den kommenden Jahren einen Anstieg der Fälle von Personen, die am West-Nil-Virus erkranken. Seit dem Jahr 2018 steige die Ausbreitung des Virus stetig an, heißt es. Und nicht nur der Mensch kann sich infizieren. In den Sommermonaten wird häufig beobachtet, dass maßgeblich Vögel und Pferde an dem gefährlichen Virus erkranken.
2019 konnte zum ersten Mal aufgezeichnet werden, dass eine Mücke in Deutschland das Virus übertragen hatte. Das RKI erklärt indessen auch, dass man davon ausgehe, dass die Tigermücke mittlerweile sogar in Deutschland überwintere. So heißt es vonseiten der Experten: „Es ist damit zu rechnen, dass sich das WNV in Deutschland weiter etabliert.“
EU-Behörde warnt ebenfalls
Die EU-Behörde sprach ebenfalls eine Warnung aus. Dabei geht es maßgeblich um das Krankheitsrisiko, das von der Mücke ausgeht und sich offenbar stetig weiter erhöht. In Deutschland geht man zudem davon aus, dass die Symptome oft recht mild verlaufen und dies zu einer hohen Dunkelziffer an Erkrankten führt.
So sollen 2022 nur siebzehn Fälle gemeldet worden sein. Doch das heißt nicht, dass es nicht deutlich mehr Betroffene gegeben hat. Wer Symptome an sich feststellt, sollte unbedingt den Arzt aufsuchen. Denn auch wenn viele Infektionen harmlos verlaufen, sind auch schwere Verläufe möglich.














