Tödliche Krankheit wird unterschätzt – 140.000 sterben jedes Jahr

Im Rahmen einer Behandlung entnimmt ein Arzt im Krankenhaus einem Patienten eine Blutprobe aus dem Arm. Die Untersuchung der Blutprobe wird zeigen, welche weiteren Behandlungsschritte notwendig sein werden.
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Das ist schockierend: Diese tödliche Krankheit wird maßlos unterschätzt, sodass 140.000 Deutsche jedes Jahr daran sterben. Aufklärung ist gefragt, damit es in Zukunft nicht noch zu mehr unnötigen Todesfällen kommt.

Diese tödliche Krankheit wird absolut unterschätzt: Jedes Jahr sterben 140.000 Deutsche an ihr. Umso wichtiger ist es, endlich mehr Aufmerksamkeit für die Krankheit zu schaffen und die Menschen für die damit verbundenen Risiken zu sensibilisieren.

Erste Anzeichen oft harmlos

Tödliche Krankheiten können jeden Menschen treffen und dennoch unterschätzen wir viele von ihnen, weil erste Anzeichen oft harmlos erscheinen. Während Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionen zu den häufigsten lebensbedrohlichen Erkrankungen gehören, zählt auch eine Sepsis zu den gefährlichsten medizinischen Notfällen. Dabei reagiert der Körper auf eine Infektion so stark, dass eigene Organe zu Schaden kommen und innerhalb kurzer Zeit Lebensgefahr entsteht. Besonders problematisch ist, dass Betroffene und Angehörige die Warnzeichen häufig nicht rechtzeitig erkennen, sodass wertvolle Zeit verloren geht. Weil insbesondere diese tödliche Krankheit so oft unterschätzt wird, sterben jedes Jahr etwa 140.000 Deutsche daran.

Öffentliche Bewusstsein für die Erkrankung stärken

Am 13. September 2026 findet der nächste Welt-Sepsis-Tag statt, der das öffentliche Bewusstsein für die Erkrankung stärken soll. Bundesweite Veranstaltungen und Aktionen im September informieren über Warnzeichen, Risiken und Möglichkeiten der Vorbeugung, sodass sowohl die Bevölkerung als auch medizinisches Fachpersonal erreicht werden. Eine Sepsis entsteht, wenn das Immunsystem übermäßig auf eine Infektion reagiert und dadurch lebenswichtige Organe schädigt. Dabei kann bereits eine scheinbar harmlose Infektion, etwa ein entzündeter Pickel, eine Verletzung oder eine Lungenentzündung, eine lebensbedrohliche Entwicklung auslösen. Grundsätzlich kann jeder Mensch eine Sepsis entwickeln und so erkranken in Deutschland jährlich rund 240.000 Menschen.

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Gleichzeitig sterben beim schwersten Verlauf, dem septischen Schock, mehr als 40 Prozent der Betroffenen. Seit Jahresbeginn gelten deutschlandweit neue Vorgaben für Krankenhäuser, die regelmäßige Schulungen und verbindliche Therapiestandards vorsehen. Dadurch sollen medizinische Teams eine Sepsis schneller erkennen und Infektionen während eines Krankenhausaufenthalts besser verhindern. Entscheidend bleibt jedoch auch das Wissen der Bevölkerung, denn ein ungewöhnlich starkes Krankheitsgefühl, Schüttelfrost, Fieber, Atemnot oder Verwirrtheit können wichtige Warnzeichen sein. Wer die Warnzeichen kennt und schnell handelt, kann dazu beitragen, dass die Erkennung einer Sepsis rechtzeitig erfolgt und Leben gerettet werden.

(Quellen: Sepsis-Stiftung, DGCH, DGAI)