
Für mehrere Passagiere endete eine Kreuzfahrt abrupt, da sie sich mit einem tödlichen Virus infiziert hatten. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Ein tödliches Virus, mit dem sich mehrere Passagiere infiziert haben, wütet auf einem Kreuzfahrtschiff. Neben den ersten Maßnahmen stellt sich nun auch die Frage, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte.
Experten warnen vor leichtfertigem Umgang mit dem Virus
Mit dem Frühlingsbeginn und den damit einhergehenden wärmeren Temperaturen machten sich viele Menschen daran, mit dem Frühlingsputz zu starten. Keller und Dachböden wurden ausgemistet und gründlich gesäubert, ebenso wie Schuppen und Gartenhäuser. Was viele jedoch unterschätzen: Wirbelt man den Staub auf, kann man sich damit über die Atemwege ein potenziell gefährliches Virus einfangen. Denn in dem Staub können sich Urin oder Kot von Nagetieren befinden, die das Hantavirus in sich tragen.
Die Symptome zeigen sich ähnlich wie eine Grippe, verschlimmern sich jedoch im Laufe der Zeit. Im schlimmsten Fall kann das Virus zu Nierenversagen und schweren Atemwegserkrankungen führen. Im schlimmsten Fall stirbt die infizierte Person daran.
Tödliches Virus fordert Opfer: Mehrere Passagiere infiziert
Im vergangenen Monat hatten sich mehrere Passagiere auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ mit dem Hantavirus infiziert. Zunächst schien völlig unklar, wie das Virus zu den Opfern gefunden hat. Denn die „Hondius“ ist für ihre Expeditionsfahrten in polare Regionen bekannt. In diesen gibt es kein Hantavirus. Als am 11. April der erste Passagier verstarb und zwei weitere ebenfalls den Tod fanden, rätselte die Bevölkerung, wie es dazu kommen konnte.
Experten sind sich nach Untersuchungen nun sicher, dass sich die betroffenen Passagiere bereits angesteckt hatten, bevor sie an Bord des Schiffes gingen. Sie kamen nämlich aus Argentinien, einem Land, in dem eine Variante des Hantavirus besonders wütet. Das Anders-Virus, das eine Mutation des Hantavirus darstellt, ist besonders aggressiv und wird von Mensch zu Mensch übertragen. Die Gesundheitsbehörden und die Reederei reagierten sofort. Weitere Passagiere und Crewmitglieder, die sich möglicherweise ebenfalls angesteckt haben, wurden isoliert und stehen unter Beobachtung.
(Quellen: Gesundheitsbehörden, WHO, Reederei, dpa)














