
Ein gefährliches Virus breitet sich unaufhaltsam aus und fordert immer mehr Opfer. Inzwischen wurden über 3.000 Tote gemeldet. Warum der Erreger ein so hohes Risiko darstellt, wie die Symptome aussehen und ob eine Behandlung überhaupt möglich ist – die Antworten.
Tausende Menschen hat dieses Virus schon das Leben gekostet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen internationalen Gesundheitsnotstand erklärt.
Virus: Fieber, Durchfall, Erbrechen – und manchmal kommt der Tod
Plötzlich macht sich ein akutes Krankheitsgefühl bemerkbar. Die Körpertemperatur steigt auf über 38,5 Grad an. Nach den ersten Tagen leiden Betroffene dann unter schweren Magen-Darm-Problemen, die lebenswichtige Elektrolyte und viel Wasser aus dem Körper schwemmen. Das hochansteckende Virus, welches in einem afrikanischen Land nun zu diesen Symptomen bei Betroffenen und inzwischen zu einer schweren Epidemie geführt hat, wurde ursprünglich wohl von einem Wildtier auf einen Menschen übertragen. Menschen stecken sich anschließend untereinander durch infizierte Körperflüssigkeiten an ‒ etwa durch Speichel, Blut oder Stuhl. Über die Luft wird der Erreger nicht übertragen.
Lebensgefährlicher Erreger ‒ über 3.000 Tote gemeldet
Die WHO bestätigt, dass es sich um den bislang schwersten Ebolafieber-Ausbruch seit Beginn der Aufzeichnungen in der Demokratischen Republik Kongo handelt. Sie hat bereits die höchste Alarmstufe – eine internationale Gesundheitsnotlage – ausgerufen, sodass auch andere Staaten zur Hilfe aufgefordert werden. Dabei gibt es eine besondere Herausforderung: Ebolaviren unterteilen sich in verschiedene Unterarten. Bisherige Ebola-Impfstoffe, darunter Ervebo, sind bislang gegen den sogenannten Zaire-Virustyp zugelassen. In Kongo hat sich allerdings das Bundibugyo-Ebolavirus ausgebreitet. Eine spezifische Behandlung oder Impfung gibt es dagegen bisher nicht.
Bislang gilt die Zaire-Variante als die tödlichste. Im Vergleich dazu verläuft eine Infektion mit dem aktuellen Bundibugyo-Virus oftmals milder, doch der neue Ausbruch hat bereits zahlreiche Todesopfer gefordert. Es wurden über 6.000 Infektionen im Kongo bestätigt, wobei über 3.000 Menschen schon ihr Leben lassen mussten. Der Beginn der Epidemie ist auf einen Ausbruch in der Provinz Ituri im Mai 2026 zurückzuführen. Wie schnell sich die Lage beruhigt, bleibt vorerst wohl ungewiss. In klinischen Studien werden derzeit verschiedene Ansätze zur Prävention und Behandlung erprobt.
(Quellen: ECDC, WHO)














