Traditionsbäckerei kämpft: Nun schließen gleich mehrere Filialen

Brote in einer Traditionsbäckerei. Verschiedene Sorten von Brot aus unterschiedlichem Teig und eine große Auswahl an Brötchen und Baguettes befindet sich in Bast-Körben, die in den Regalen nebeneinander aufgereiht sind.
Symbolbild © istockphoto/wsfurlan

Weil offenbar keine andere Wahl bleibt, schließen gleich mehrere Filialen: Eine Traditionsbäckerei muss harte Entscheidungen treffen. Damit ist das Unternehmen allerdings nicht allein, denn die Branchenkrise trifft zahlreiche Betriebe.

Eine weitere Bäckerei ist in eine Schieflage geraten. Nun müssen die Pforten einiger Filialen geschlossen werden. Diese Standorte des Betriebs sind vom traurigen Aus betroffen.

Krisenstimmung: Branche kämpft mit Problemen

Viele traditionelle Handwerksbäckereien sind inzwischen Vergangenheit. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks bestätigt die Entwicklung: Die Zahl ist drastisch gesunken. Für das Ausbildungsjahr 2025 konnte das Handwerk zwar ein Azubi-Plus verbuchen, doch die Herausforderungen bleiben bestehen. Dazu zählen der große Fachkräftemangel, die Konkurrenz am Markt und steigende Kosten für Betriebe. Nicht selten landen sie in der Insolvenz ‒ und eine Rettung ist nicht garantiert. Inzwischen kriselt es auch bei einer Bäckerei aus Bayern, die schwere Schritte gehen muss.

Nun ist es raus: Es schließen mehrere Filialen

Die Bäckerei Dumler mit Sitz in Kupferberg im Landkreis Kulmbach hat ein Insolvenzverfahren eröffnen lassen. Zuständig ist das Amtsgericht Bayreuth. Das Verfahren läuft als Eigenverwaltung. Die bisherige Geschäftsführung darf den Betrieb daher weiter selbst führen und wird dabei von erfahrenen Rechtsberatern unterstützt. Als Gründe für die finanzielle Belastung nennt das Unternehmen ‒ ähnlich wie viele andere Betroffene aus der Branche ‒ vorwiegend die stark gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Energie. Zudem drücken auch höhere Personalaufwendungen auf das Ergebnis.

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Um den Bestand des 1957 gegründeten Unternehmens zu sichern, wurden interne Strukturen angepasst. Die Filialen in Bayreuth und Guttenberg macht die Bäckerei endgültig dicht. Damit konzentriert sich Dumler auf Standorte, die wirtschaftlicher arbeiten. Das ist aber längst nicht alles: Die Umorganisation führte auch zu einem Stellenabbau. Trotz der erheblichen Einschnitte blicken die Verantwortlichen nach eigenen Angaben mit vorsichtigem Optimismus auf die kommenden Monate. Aktuelle interne Kennzahlen deuteten demnach auf erste Anzeichen einer leichten Stabilisierung hin. Ziel ist es, die anstehende Sanierung bis zum Ende des Sommers 2026 abzuschließen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Amtsgericht Bayreuth, Firmenmitteilung, Handwerkstag Bayern)