Traditionsfirma aus Deutschland geht an ausländische Investoren

Mehrere große Gebäude liegen dicht nebeneinander in einem Industriegebiet. Viele Konzerne und Firmen haben hier ihre Standorte, an denen zahlreiche Mitarbeiter beschäftigt sind. Außerdem stehen viele Autos in dem Technologiepark.
Symbolbild © istockphoto/ Pete_Flyer

Die Zukunft einer Traditionsfirma aus Deutschland ist offenbar besiegelt, denn jetzt steht die endgültige Entscheidung. Ausländische Investoren übernehmen sie. Was das für Unternehmen und Mitarbeiter bedeutet – ein Überblick. 

Das Urteil für die Belegschaft dieses Traditionsbetriebs ist gefallen. Nach der Übernahme durch neue Eigentümer stehen große Veränderungen an.

Schieflage: Traditionsfirma aus Deutschland bekommt neue Eigentümer  

Noch vor wenigen Monaten feierte die Firma ihr langjähriges Bestehen. Dann nahm plötzlich alles eine dramatische Wendung. Positive Bewertungen deuten grundsätzlich auf zufriedene Kundschaft hin. „Richtig gut“, lautet das Urteil eines Kunden. Das Personal beschreibt er in seiner Rezension als freundlich und hilfsbereit. Andere Personen schließen sich an. „Ein vorbildliches Unternehmen“, heißt es beispielsweise. Doch genau dieses Unternehmen war im Sommer in eine schwierige Lage geraten und musste einige harte Entscheidungen treffen. Zahlreiche Firmen teilen das Schicksal. Fast 24.000 mussten bisher im Jahr 2025 Insolvenz anmelden.

Entscheidung steht: Das passiert jetzt mit der Belegschaft  

Der heutige Traditionsbetrieb mit Sitz in Weinsberg (Landkreis Heilbronn) nahm die Arbeit im Jahr 1925 zunächst als Schlossereibetrieb auf. Heute ist das Unternehmen auf Industrieanlagen für schwere Lasten spezialisiert. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr 2025 musste die Vollert Anlagenbau GmbH im Sommer Insolvenz beantragen. Hintergrund des Verfahrens waren die kurzfristig entzogenen Finanzierungsmöglichkeiten. Seither hat sich einiges getan. Die Firma wird aufgeteilt und bekommt neue Eigentümer. Dabei handelt es sich um zwei ausländische Investoren, die den finanziell angeschlagenen Anlagenbauer übernehmen.

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Der tschechische Investor PKD Holding ist künftig für die Sparte Transport- und Umschlagsysteme zuständig. Auch der Name ist neu: Vollert Heavy Duty Solutions. Der Geschäftsbereich für Betonfertigung gehört künftig einem international agierenden Konzern aus Finnland, der Elematic Oyj. Er wird in Vollert Precast Solution umbenannt. Die Neuaufstellung wirkt sich auf die Mitarbeiter aus. Insgesamt verlieren 80 Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze, während die restlichen Angestellten nicht betroffen sind. Eine Lösung für die Zukunft des Anlagebauers konnte also gefunden werden ‒ aber mit schmerzhaften Folgen für einen Teil der Belegschaft.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, SZA Schilling Zutt & Anschütz)