Traditionsmetzgerei-Kette insolvent: Erste Filialen bereits geschlossen

Eine sommerlich gekleidete blonde Frau steht in einer Metzgerei vor der Fleischtheke und kauft bei der Metzgerin ein, die hinter der Auslage an der Kasse steht. Unzählige Fleischwaren werden angeboten.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

Nach Jahrzehnten im Geschäft ist eine der wichtigsten deutschen Traditionsmetzgerei-Ketten insolvent. Für Fleischliebhaber und alle treuen Kunden ist die Nachricht überhaupt nicht leicht zu verkraften. 

Das einst so beliebte Unternehmen durchlebt zurzeit die schwersten Tage seit seiner Gründung. Da die Traditionsmetzgerei-Kette insolvent gegangen ist, muss sie einige ihrer Filialen dichtmachen. Die ersten sind sogar bereits geschlossen.

Langjährige Kunden trauern, während andere sich freuen könnten

Diese Nachricht löst bestimmt gemischte Gefühle aus. Denn sicherlich gibt es einige Veganer, die diese Schließung mit Wohlwollen auffassen. Und inzwischen floriert in Deutschland eine reiche vegane Kultur, wie diese Restaurants in Karlsruhe beweisen. Trotzdem bleibt die Pleite von Delikata für die meisten ein Schock. Während es für Fleisch-Fans und langjährige Kunden aus der Region ein Tiefschlag ist, bedeutet es für die Betreiber den kompletten Knock-out. Im wahrsten Sinne des Wortes trifft dieser insgesamt 17 Mitarbeiter, die jetzt einfach ohne Job dastehen. Denn die insolvente Traditionsmetzgerei-Kette schließt nun ganze fünf Filialen.

Den meisten Menschen, die nicht aus Magdeburg oder der Umgebung kommen, werden von Delikata noch nicht so viel gehört haben. Doch in der Region der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts ist der Fleischer bereits seit dem Jahr 1962 eine Instanz. Auf insgesamt elf Filialen konnte sich die Firma über die Jahrzehnte hocharbeiten. Dennoch heißt es nun, von den folgenden Standorten Abschied zu nehmen. Die Filialen in Calbe und Niederndodeleben machen zu. Außerdem fallen drei Delikata-Läden in Magdeburg selbst weg: im Breiter Weg, in der Leiterstraße sowie in der Liebknechtstraße. Von den einst 70 Angestellten sind schließlich nur noch 53 übrig. Man kann Vermutungen über die Gründe anstellen, aus denen die Traditionsmetzgerei-Kette im vergangenen April insolvent gegangen ist, aber ganz erklären kann man das wahrscheinlich nicht.

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Die Zukunftsaussichten sind bisher alles andere als rosig

Von der Metzgerei selbst werden als Grund die erhöhten Kosten für Energie angegeben, die derzeit sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte treffen. Dass die Pleite auch mit einem geänderten Konsumverhalten der Menschen zu tun hat, hat man zwar seitens des Fleischers nicht verkündet, könnte hier aber durchaus mit hineinspielen. Schließlich werden inzwischen sogar Fußballstadien vegan. Ob Delikata eine vielversprechende Lösung in seinem Insolvenzverfahren finden kann, wird uns die nahe Zukunft zeigen.