Trotz Millionenkredit: Windanlagen-Bauer ist insolvent

Autos fahren auf einer Straße. Im Hintergrund stehen mehrere Windräder, die aus der Kraft des Windes Strom erzeugen. Die Nutzung regenerativer Energien wird immer beliebter, weshalb Baden-Württemberg jetzt 500 Windräder bekommt.
Symbolbild © imago/BildFunkMV

Beim Ausbau von Windkraftanlagen zeigt Deutschland eine beeindruckende Leistung. Ein Windanlagen-Bauer ist mittlerweile jedoch insolvent. So steht es jetzt um die Zukunft des Unternehmens, das mit großen Herausforderungen kämpft. 

Seit über 25 Jahren besteht das Windkraft-Unternehmen bereits am Markt. Nun müssen die Mitarbeiter um ihre Stellen bangen. Das ist passiert.

Windanlagen-Bauer ist insolvent ‒ zahlreiche Mitarbeiter betroffen

Als Energiequelle ist Wind unerschöpflich. So wie erwartet läuft es mit dem Ausbau von Windkraftwerken in Europa jedoch nicht ‒ und das gefährdet die Klimaziele. Doch nicht alles ist schlecht: Nach Informationen des Verbands WindEurope lag Deutschland 2024 beim Ausbau von Windkraftanlagen im EU-Vergleich auf dem ersten Platz. Der Anstieg belief sich auf mehr als 4 Gigawatt (GW). Mit dem Gesamtausbau innerhalb der EU ist der Verband aber offenbar nicht zufrieden ‒ die Länder würden hinter ihren Zielen zurückbleiben.

Auch deutsche Unternehmen aus der Windbranche werden im Kampf gegen die Klimafolgen immer wichtiger. Sie schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern tragen aktiv zur Klimawende bei. Ein Windkraftanlagenbauer mit bisher 280 Mitarbeitern musste es in der Vergangenheit mit größeren Konkurrenten aufnehmen. Mittlerweile ist bekannt geworden, dass die Produktion von Windturbinen eingestellt wurde. Für die Mitarbeiter am betroffenen Standort blieb diese Entscheidung nicht ohne Folgen. Es gab 160 Entlassungen. Ob weitere folgen, ist nicht bekannt. Dem insolventen Unternehmen fehlt das Geld. Investoren ließen sich keine finden.

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Trotz Millionenkredit wurde die Produktion eingestellt

Obwohl eine Kreditbürgschaft in Höhe von 55 Millionen Euro von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen Abhilfe schaffen sollte, reichten die verfügbaren Mittel zur Rettung der Produktion wohl nicht aus. Neben den hohen Kosten und bürokratischen Hürden ist es auch der starke Wettbewerb, der zu Problemen geführt hat. Noch scheint es jedoch nicht das endgültige Aus von Eno Energy GmbH zu sein.

Der Anlagenbauer, der die Produktion am Standort Rostock zum Stillstand gebracht hat, fokussiert sich jetzt trotz Insolvenz auf verbleibende Unternehmensbereiche. Ein weiterer Standort des Familienunternehmens Eno Energy befindet sich in Rerik, wo derzeit weiterhin Aktivitäten im Service- und Projektbereich stattfinden. Wie es für das im Jahr 1999 gegründete Unternehmen weitergeht, ist noch offen. Einige der Windanlagenprojekte könnten veräußert werden. Die Verhandlungen laufen.

(Quelle: Regenerative Energie, Bundesumweltministerium)