
Trotz massiver Schulden, die Bundeskanzler Friedrich Merz immer wieder erwähnt, rüstet Deutschland nun auf und bestellt Hunderte neue Panzer. Damit will die Regierung die Bundeswehr wieder aufrüsten.
Deutschland rüstet auf, und nicht nur personell. Auch in der Ausstattung der Bundeswehr soll sich zukünftig nun viel tun. Die Regierung hat nämlich Hunderte neue Panzer bestellt.
Trotz Sparkurs: Bundeswehr muss enorm aufstocken
Der Ukraine-Krieg hat gezeigt, was Experten schon seit Jahren anprangern. Mit dem Fall der Wehrpflicht im Jahr 2011 hat die Bundeswehr ordentlich eingebüßt. Im Falle eines drohenden Krieges könnte Deutschland sich nicht verteidigen. Dem Land fehlen laut aktuellen Hochrechnungen ca. 20.000 Soldaten. Zudem haben die von der Ukraine dringend benötigten Waffenlieferungen gezeigt, dass Deutschland zwar Panzer und andere Ausrüstung besitzt, aber erstens nicht genug und zweitens nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Die Ausstattung der Bundeswehr ist katastrophal. Deshalb muss sich nun dringend etwas ändern, so Bundeskanzler Merz und sein Verteidigungsminister Boris Pistorius. Während es bereits finanzielle Anreize für junge Menschen gibt, um der Bundeswehr beizutreten, soll nun auch die Ausstattung nachrücken.
Hunderte Panzer bestellt: „Müssen Vertrag erfüllen“
Bereits 2024 hat die damalige Bundesregierung einen entsprechenden Rahmenvertrag unterschrieben, damals aber nur 50 Panzer geordert. Nun hat die Regierung auf 200 Puma aufgestockt. Dafür sind 4,1 Milliarden Euro aus der Staatskasse eingeplant. Den Auftrag übernehmen die Rüstungskonzerne Rheinmetall in Düsseldorf und KNDS Deutschland in München. Die beiden Waffenschmieden teilen sich die Gewinne untereinander auf. Die ersten Auslieferungen sollen 2028 stattfinden.
Neben dem Panzer Puma soll auch andere Ausrüstung hergestellt werden. Dazu zählen beispielsweise Schutzmodule und Lagerbehälter. Doch diese Aufrüstung, die ein großes Loch in die Bundeskasse reißt, kommt nicht ganz freiwillig. Die NATO hatte nämlich gefordert, dass Deutschland bis 2030 sieben neue Kampfbrigaden für das Militärbündnis aufstellen muss. Dieses Ziel kann man jedoch nur erreichen, wenn man viel Material einkauft. Dies hat die Bundesregierung nun vor Weihnachten getan, womit die Bundeswehr nun wieder kampftauglicher werden soll.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Mitteilungen von Bundeswehr, Rheinmetall, KNDS Deutschland)














