Trotz Terroranschlag: Diese CSDs gehen am Wochenende weiter

Buntes Treiben beim Christopher Street Day in Karlsruhe. Gay, Trans und queere Menschen nehmen teil in bunten und schrillen Kostümen. Sie tanzen auf den Straßen auf dieser Demonstration.
Symbolbild © istockphoto/travelview

Der Schock über den tödlichen Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin sitzt tief. Eine Frau kam ums Leben, mehr als 30 weitere Menschen wurden verletzt, als ein mutmaßlich islamistisch motivierter Täter mit einem Transporter in eine Menschenmenge fuhr. Der Berliner CSD wurde daraufhin abgebrochen, bundesweit folgten Trauerbekundungen und Gedenkveranstaltungen.

Trotz der Ereignisse halten zahlreiche Städte an ihren geplanten Christopher Street Days fest. Die Veranstalter betonen, dass sie sich von Gewalt und Terror nicht einschüchtern lassen wollen. Gleichzeitig werden die Sicherheitskonzepte vielerorts überprüft und teilweise verschärft.

CSDs gehen am Wochenende weiter – Terroranschlag kann Demos nicht stoppen

Laut eigenen Angaben stehen Polizei und Behörden in engem Austausch mit den Organisatoren, um die Besucher bestmöglich zu schützen. Das Sicherheitskonzept wird zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich noch einmal deutlich verschärft. Schließlich möchte niemand ein unnötiges Risiko eingehen und dennoch ausgelassen am Christopher Street Day teilnehmen. So etwas wie in Berlin darf einfach nicht noch einmal passieren. Das stellt auch große Herausforderungen an die Veranstalter. Am kommenden Wochenende stehen unter anderem die CSDs in Hamburg, Dortmund, Essen, Bonn, Duisburg, Münster und Kassel auf dem Programm.

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Mahnwachen und Demos in verschiedenen Städten – Gedenken an Opfer vom CSD Berlin

Neben den Demonstrationen finden in mehreren Städten auch Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Anschlags statt. Am Berliner Tatort legen Menschen Blumen, Kerzen und Regenbogenflaggen nieder. Notfallseelsorger kümmern sich um Verletzte, Angehörige und Augenzeugen, während die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden weiterlaufen. Zudem wurde eine Hotline für Betroffene und Angehörige eingerichtet – niemand soll Angst haben.

Die kommenden CSD-Veranstaltungen in Deutschland sollen damit nicht nur ein Zeichen für Vielfalt und Gleichberechtigung setzen, sondern auch für Zusammenhalt in einer angespannten Zeit. Das wird vielen nicht leichtfallen. Viele Organisatoren rufen dazu auf, trotz der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen an den Veranstaltungen teilzunehmen und sich nicht von Angst bestimmen zu lassen.

(Quellen: Tagesschau, Berlin.de, WDR, CSD Berlin)