
Wer in Deutschland die höchsten Gehälter kassiert, zeigt ein überraschendes Bild: Diese Berufe liegen ganz vorne, wenn es um Einkommen von mehr als 100.000 Euro im Jahr geht.
Wer in Deutschland richtig abkassieren will, muss nicht unbedingt in einem hippen Zukunftsjob arbeiten. Eine aktuelle Auswertung zeigt, welche Berufe beim Gehalt ganz oben stehen.
Hier sind besonders hohe Gehälter möglich
Wer beim Blick aufs Gehaltskonto regelmäßig große Augen bekommen möchte, sollte offenbar nicht nur auf neue Technologien und angesagte Zukunftsbranchen setzen. Denn unter den lukrativsten Berufen Deutschlands finden sich erstaunlich viele klassische Tätigkeiten. Eine Statistik der Plattform Kununu zeigt, in welchen Berufen im Jahr 2026 besonders hohe Einkommen möglich sind. An der Spitze steht dabei ein Beruf, den viele vermutlich nicht sofort auf dem Zettel haben: der Patentanwalt. Mit durchschnittlich 109.900 Euro brutto im Jahr führt er das Ranking an. In der Spitze können sogar 187.200 Euro drin sein.
Dahinter folgt der Engineering-Manager mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 97.800 Euro. Allerdings zeigt sich hier auch ein Unterschied zwischen den Geschlechtern: Frauen verdienen in dieser Position häufig weniger als Männer. Auf Platz drei landet der Wirtschaftsprüfer mit durchschnittlich 93.300 Euro. Den vierten Rang belegt der Pilot, der in Deutschland im Schnitt 92.400 Euro brutto jährlich verdient. Damit wird deutlich: Wer die 100.000-Euro-Marke knacken will, braucht nicht zwingend einen Job aus der neuesten Tech-Ecke. Zwar schaffen es auch Softwarearchitekten und andere IT-Fachkräfte in die oberen Gehaltsregionen, doch klassische Berufe dominieren das Spitzenfeld.
Für viele Menschen bleibt viel weniger übrig
Wie groß die Unterschiede sind, zeigt der Blick auf das allgemeine Lohnniveau. Vollzeitbeschäftigte in Deutschland verdienten laut dem Statistischen Bundesamt im April 2025 durchschnittlich 4.784 Euro brutto im Monat. Rund zwei Drittel lagen mit ihrem Monatsgehalt sogar unter diesem Wert. Etwa 20 Prozent der Vollzeitbeschäftigten gelten als Geringverdiener.
Hohe Einkommen sind damit für viele Menschen weit entfernt. Das zeigt sich auch bei den persönlichen Finanzen: Laut einer Ipsos-Studie sind Geldsorgen weit verbreitet. Fast jeder Fünfte gab an, wegen finanzieller Probleme nachts wachzuliegen. Besonders bemerkenswert: Unter den Menschen ohne Rücklagen steigt offenbar der Anteil jener, die trotz möglicher Sparmöglichkeiten lieber konsumieren. Er kletterte von fünf auf neun Prozent.
(Quellen: Stepstone, Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit)














