
Und wieder könnte bald eine Kult-Modekette vom Markt verschwinden, denn sie meldet Insolvenz an. Über 200 Mitarbeiter sind betroffen und blicken vor Weihnachten in eine ungewisse Zukunft.
Immer mehr Menschen kaufen ihre Kleidung im Internet und werden es wohl noch vermehrt tun. Denn eine weitere Kult-Modekette meldet Insolvenz an und steht vor dem Aus.
Keine gute Zeit für die Modebranche: Immer mehr Ketten müssen aufgeben
Immer wieder müssen Modeunternehmen schließen. Dabei trifft es nicht nur kleinere Modegeschäfte, sondern auch große und bekannte Firmen, die es schon seit Jahren und Jahrzehnten gibt. Waren sie früher einmal die Anlaufstelle Nummer Eins für Qualität und Markenware, greifen immer mehr Verbraucher auf Billig-Anbieter zurück. Gerade im Internet tummeln sich viele Online-Shops, die Kleidung für Spottpreise anbieten. Laut den angezeigten Bildern sehen diese auch schön aus und die Menschen greifen zu. Dadurch müssen große Modeketten vermehrt die Segel streichen und schaffen es nicht mehr in die Zukunft. Ein großes Beispiel ist Peek & Cloppenburg. Doch nun gibt es eine weitere Kult-Modekette, die Insolvenz angemeldet hat – wieder einmal.
Über 200 Mitarbeiter betroffen: Kult-Modekette meldet erneut Insolvenz an
Es ist gerade einmal ein Jahr her, als die Modekette Wormland, die Mode für Männer anbietet, Insolvenz angemeldet hat. Im letzten Jahr übernahm das große Osnabrücker Unternehmen Lengermann und Trietschmann (vielen bekannt als L + T) die Kette und sollte sie zum Erfolg führen. Doch damit ist es nicht weit gegangen, denn Wormland muss erneut Insolvenz anmelden. Der Antrag wurde beim zuständigen Gericht in Osnabrück gestellt.
250 Mitarbeiter in neun Filialen sind von der Insolvenz betroffen. Bislang soll der Betrieb wie gewohnt weitergehen. Auch in allen neun Filialen können die Menschen weiterhin einkaufen gehen. Nun sucht man erneut nach einem Investor. Interessenten würde es laut dem Insolvenzverwalter geben. L+T räumt indessen Fehler ein. Man habe zu spät erkannt, dass man hätte deutlich größere Einschnitte vornehmen müssen, so das Unternehmen. 50 Mitarbeiter wurden entlassen, aber dies hat wohl nicht gereicht. Wie diese Insolvenz ausgehen wird, ist noch vollkommen offen. Zumindest erhalten die Angestellten ihre Löhne und Gehälter für die nächsten drei Monate aus dem Insolvenzgeld.
(Quellen: dpa, Insolvenzregister Deutschland)














