
Eine deutsche Schuhkette mit über 40 Filialen ist in die Insolvenz gerutscht. Rund 400 Beschäftigte sind von der Schieflage ihres Arbeitgebers betroffen und müssen nun wohl in großer Ungewissheit leben.
Gleich zu Beginn des Jahres 2026 gab es eine große Veränderung für den bekannten Schuhhändler, der auf eine Rettung hoffen musste. Nun stehen die nächsten Herausforderungen an.
Online-Schuhhandel boomt – stationäre Händler leiden
Es ist eine traurige Entwicklung für zahlreiche betroffene Unternehmen: Der stationäre Schuhfachhandel leidet unter Umsatzeinbußen. Für das erste Halbjahr 2025 wurde ein Minus vermeldet. Ganz anders sieht es im Onlinegeschäft aus – im Netz floriert der Handel regelrecht. Verbraucher nutzen die Vergleichsmöglichkeiten, um den besten Deal zu bekommen und so bares Geld beim Schuhkauf zu sparen. Inzwischen hat sich die Zahl der stationären Schuhgeschäfte deutlich reduziert. Zudem mussten zahlreiche Händler in den vergangenen Jahren Insolvenz anmelden. Indessen hat es auch eine weitere Unternehmensgruppe aus Deutschland getroffen. Hunderte Mitarbeiter müssen zittern.
Schuhhändler in der Schieflage: Über 40 Filialen von Insolvenz betroffen
Im Januar 2026 gab es zunächst einen Eigentümerwechsel: Die Sutor-Gruppe wurde vom Berliner Steffen Liebich übernommen. Bis zur Insolvenz verging anschließend nicht viel Zeit, denn diese beantragte der Unternehmer nur wenige Tage danach. Hintergrund der Schieflage sind finanzielle Schwierigkeiten. Insgesamt sind vier Gesellschaften vom Verfahren betroffen, darunter die FJ Trading GmbH und die Sutor Schuh GmbH. Trotz der Überschuldung und den damit verbundenen Schwierigkeiten läuft der Betrieb weiter.
Da es sich um eine Insolvenz in Eigenverwaltung handelt, bleibt die Geschäftsführung im Amt. Eine geplante Sanierung soll die Sutor-Gruppe neu ausrichten und zukunftsfähig machen. Insgesamt müssen sich nun über 400 Beschäftigte mit der Ungewissheit rund um den Fortbestand ihrer Arbeitsplätze anfreunden. Mit ihren 41 Filialen ist die Schuhhandelskette primär in Bayern vertreten. Ob die Neuaufstellung gelingt und wie die Zukunft der einzelnen Standorte aussieht, bleibt vorerst offen. Die Wurzeln der Sutor-Gruppe mit Stammsitz in Landshut reichen bis ins Jahr 1934 zurück. Damit handelt es sich um ein traditionsreiches Familienschuhhaus, das inzwischen bangen muss.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Statistisches Bundesamt, Shoez)














