Über 500 Euro: Neuer Zuschuss ab 2027 für alle Bürger geplant

Eine Frau hält fünf grüne 100-Euro-Scheine in der Hand. Sie werden so gehalten, dass sich eine Fächerform ergibt. Zwischen den Geldscheinen ist eine Karte mit der Aufschrift "Studienausweis" erkennbar. Bis 25.000 Euro kann es steuerfrei geben.
Symbolbild © imago/imagebroker

Es sind gute Nachrichten für alle Bürger, die bereits länger auf diese Entlastung gewartet haben: Ein neuer Zuschuss ab 2027 verspricht über 500 Euro. Dabei handelt es sich um eine spezielle Reform, die im Detail Folgendes vorsieht.

Der Plan sieht weniger Bürokratie und bessere Chancen für Bürger vor, die sich finanziell besser aufstellen wollen. Was es mit der Änderung und dem Zuschuss auf sich hat.

Neuer Zuschuss ab 2027: Das steckt hinter der Reform

Dass die gesetzliche Rente im Alter zum Leben nicht ganz ausreicht, glauben viele Menschen in Deutschland. Umfragen bestätigen zudem die allgemeine Skepsis gegenüber dem Rentensystem. Eine aktuelle YouGov-Befragung im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt: Nur fast 30 Prozent der Menschen halten das derzeitige System für fair zwischen den Altersgruppen. Besonders Jüngere und Beschäftigte bezweifeln, dass die Lasten sachgerecht verteilt sind.

Wer heute lange aussetzt, in Teilzeit arbeitet, studiert oder häufig Jobs wechselt, sammelt zudem oft weniger Ansprüche als frühere Jahrgänge. Hinzu kommen steigende Wohnkosten, Gesundheitsausgaben und Pflegeleistungen. Experten empfehlen deshalb, sich nicht nur auf die gesetzliche Rente zu verlassen. Nun will auch die Bundesregierung eine zusätzliche Säule der Altersvorsorge stärken, die es möglichst vielen Menschen erleichtert, eigenes Geld fürs Alter aufzubauen.

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Zuschuss: Es sind über 500 Euro jährlich möglich

Es ist ab dem 1. Januar 2027 geplant ‒ das sogenannte Altersvorsorgedepot, das die private Vorsorge stärken soll. Bisher ist die staatliche Förderung für viele Sparformen begrenzt oder bleibt für viele Bürger unübersichtlich. Das neue Altersvorsorgedepot soll eine klarere Alternative bieten. Statt des komplizierten Riester-Systems gibt es nun ein Spezialdepot für ETFs, Fonds und Anleihen. Wer dort regelmäßig monatlich einzahlt, kann bis zu 1.800 Euro pro Jahr staatlich fördern lassen. Dafür winken bis zu 540 Euro Zulage im Jahr. Zum Vergleich: Ursprünglich waren lediglich 480 Euro Grundzulage geplant, doch der aktuellste Beschluss sieht 60 Euro mehr vor. So soll es schon bald möglich sein, mit staatlicher Hilfe eine solide Brücke zur gesetzlichen Rente aufzubauen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Finanztip, Bundesregierung)