Über 500 Stellen in Gefahr: Deutscher Riesen-Konzern ist insolvent

In einem Industriegebiet,, das man am Hintergrund an den verschiedenen anderen Industrie-Gebäuden erkennt, steht mehrere große Silos aus silbernem Stahl hinter- und nebeneinander. Zudem erkennt man die hohen Schornsteine und die außen angebrachten Leitern zum Aufsteigen.
Symbolbild © istockphoto/Victor Golmer

Auch das noch! Mit dem neuen Jahr macht eine neue Krise von sich reden, denn ein deutscher Riesen-Konzern meldet Insolvenz an. Über 500 Arbeitsplätze stehen auf der Kippe. Das Ausmaß ist gravierend.

Die Pleitewelle hört mit dem neuen Jahr nicht auf. Ein deutscher Riesen-Konzern meldete am 1. Weihnachtsfeiertag Insolvenz an. Über 500 Mitarbeiter bangen nun um ihre Zukunft.

Wirtschaftskrise greift um sich: Alte Faktoren, neue Insolvenzen

Bei den vielen Insolvenzen ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Firma Pleite anmeldet. Die Wirtschaftskrise greift weiterhin unerbittlich um sich. Die bestehenden Probleme lösen sich nicht von selbst. Doch bei so mancher Firma fragt man sich, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Die Produkte sind gefragt, die Aufträge hoch und die erzeugten Waren werden gebraucht. So einfach ist es jedoch leider nicht. Die gestiegenen Kosten übersteigen oft die Umsätze. Genau hier liegt das Problem. Die Faktoren für eine Insolvenz bleiben gleich, die Opfer sind dagegen neue.

Deutscher Riesen-Konzern ist insolvent: Über 500 Mitarbeiter betroffen

Lesen Sie auch
Fast ausgestorbenes Tier nach Jahrzehnten im Wald entdeckt

Jetzt trifft es den Chemiekonzern Domo in Leuna, der Polyamid 6 herstellt. Dieses Material nutzt man zum Beispiel im Motorraum von Fahrzeugen oder in Schaltschränken. Auch hochwertige Outdoor-Kleidung produziert man damit. Doch all das hat dem Chemiekonzern nichts genutzt. Am 1. Weihnachtsfeiertag meldete die Geschäftsführung Insolvenz an. Rund 550 Mitarbeiter bangen seit diesem Tag um ihre Jobs.

Die Pleite hat mehrere Gründe. Zum einen erhöhte der gestiegene Energiepreis den Kostendruck enorm. Zum anderen liegt das Problem bei der Muttergesellschaft in Belgien, die ebenfalls insolvent ist und Forderungen von Gläubigern nicht mehr erfüllen konnte. Deshalb will die Geschäftsführung den Betrieb schnellstmöglich stabilisieren, um das Unternehmen zu retten. Dafür muss nun ein Investor gefunden werden. Die Verantwortlichen betonen, dass die Insolvenz nicht am Standort in Leuna liegt, sondern an der Muttergesellschaft in Belgien. Mit einem neuen Investor könnten auch die Arbeitsplätze gerettet werden. Der Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt will alle Beteiligten aktiv unterstützen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt, Chemiepark Leuna)