Über 5000 Mitarbeiter: Hotel-Riese landet in der Insolvenz

Eine Frau liegt ganz entspannt in einem Liegestuhl am Pool. Neben dem Liegestuhl liegen die ausgezogenen Schuhe der Frau. Das Schwimmbecken befindet sich im Wellnessbereich eines Hotels.
Symbolbild © istockphoto/Siarhei Khaletski

Ein Hotel-Riese landet plötzlich in der Insolvenz. Rund 5.500 Beschäftigte sind betroffen, die das Unternehmen in mehreren Ländern beschäftigt. Jetzt steht die Hotelgruppe mit prestigeträchtigen Marken vor großen Herausforderungen. 

Auch Jahre nach der Corona-Krise bleibt die Lage für Hotelbetriebe angespannt. Hohe Ausgaben und sinkende Einnahmen treiben einige Häuser in die Insolvenz. Jetzt hat es diesen bekannten Namen aus der Branche getroffen.

Er hat bekannte Marken im Portfolio: Hotel-Riese landet in der Insolvenz

Dramatische Umsatzeinbrüche und ein hoher Kostendruck bringen die deutsche Hotelbranche in Schwierigkeiten. Nach wie vor kämpfen Betriebe mit großen finanziellen Hürden. Im ersten Halbjahr 2025 ist der Umsatz im Gastgewerbe real um 3,7 Prozent abgesackt. Jetzt steht ein weiteres herausforderndes Jahr bevor ‒ und schon jetzt gibt es erste Negativmeldungen aus der Branche, die wenig Hoffnung machen. Unter anderem ist ein namhafter Hotel-Riese in der Insolvenz gelandet.

Die wahren Gründe für die Krise der Hotelgruppe 

Strukturelle Herausforderungen und vor allem die intensive Expansion in der Vergangenheit haben die Kette in eine finanzielle Schieflage gebracht. Zahlen machen es deutlich: Innerhalb weniger Jahre hat sich die Revo Hospitality Group deutlich erweitert ‒ rund 200 Häuser sind dazugekommen, sodass sich die Gesamtzahl der Hotels heute auf über 250 beläuft. Auch hohe Personalkosten sowie gestiegene Ausgaben für Lebensmittel und Miete fordern das Hotelunternehmen heraus. Der Betrieb in den Häusern läuft vorerst weiter. Trotz der Probleme können die Mitarbeiter ihrer Arbeit demnach noch nachgehen und sich wohl auch auf pünktliche Lohnzahlungen verlassen. Diese sichert das Insolvenzgeld.

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Die Revo Hospitality Group hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für etwa 140 Unternehmen aus dem eigenen Verbund veranlasst. Vor der Umfirmierung war die Gruppe mit rund 5.500 Beschäftigten unter dem Namen HR Group bekannt. Zum Portfolio zählen unter anderem Hotels bekannter Marken wie Hilton, Accor und Hyatt. Daneben betreibt die Kette eigene Häuser. Nun soll das Unternehmen rasch saniert und neue Investoren gefunden werden, um den Fortbestand zu sichern. Die Geschäftsführung gibt sich zuversichtlich. Ob die Rettung gelingt, zeigt die Zeit.

(Quellen: Insolvenzregister, dpa)