
Eine berühmte Baumarkt-Kette kämpft nun ums Überleben, sie meldete vor einigen Tagen Insolvenz an. Die Gründe sind in der Branche leider allzu bekannt und stellen auch dieses Unternehmen vor große Herausforderungen.
Die Krise im Baumarkt-Sektor weitet sich aus und erreicht nun auch den österreichischen Markt. Nachdem die deutsche Muttergesellschaft bereits Mitte Juni Insolvenz anmelden musste, folgt ein drastischer Schritt für den Ableger. Betroffene Kunden und Mitarbeiter stehen vor einer ungewissen Zeit, während die Sanierung anläuft.
In Deutschland läuft die Insolvenzwelle auf Hochtouren: Immer mehr Bau- und Heimmärkte betroffen
Während der Corona-Pandemie erlebten die Bau- und Heimmärkte einen echten Boom. Mit einem historischen Umsatzanstieg von 14 Prozent auf 22 Milliarden Euro konnten die Märkte ein deutliches Plus verzeichnen, im Gegensatz zu anderen Branchen. Die Gründe lagen in den damaligen Gegebenheiten. Zum einen hatten die Menschen während des Lockdowns auf einmal Zeit, sich neue Hobbys anzuschaffen, Geld in die Renovierung ihres Hauses oder ihrer Wohnung zu stecken und den Garten zu verschönern. Zudem stufte man die Baumärkte als systemrelevant ein, weshalb sie auch während des Lockdowns geöffnet bleiben durften. Seit 2023 erlebt die Branche jedoch einen deutlichen Abstieg.
Berühmte Baumarkt-Kette meldet Insolvenz an: So soll es weitergehen
In Deutschland hatte die berühmte Baumarkt-Kette Hellweg bereits Mitte Juni Insolvenz angemeldet. Jetzt ist es auch für Hellweg Die Profi-Baumärkte GmbH soweit. Am vergangenen Montag meldete sie beim Amtsgericht Linz Insolvenz in Eigenverwaltung an. Die Gründe hierfür liegen nicht nur in der Pleite der deutschen Muttergesellschaft. Auch in Österreich sind die Probleme ähnlich. Die Österreicher zeigen ebenfalls deutliche Kaufzurückhaltung. Hier steigen ebenfalls die Miet- und Energiekosten an. Zudem gebe es laut Aussage des Unternehmens Probleme in den Lieferketten.
In Österreich betreibt Hellweg sechs Filialen mit ca. 165 Mitarbeitern. Alle Märkte in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark sollen jedoch geöffnet bleiben und den Kunden die bisherigen Produkte und Dienstleistungen anbieten. Die Mitarbeiter wurden gestern über den aktuellen Stand informiert. Da die Insolvenz in Eigenverwaltung erfolgt, bleibt die Geschäftsführung im Amt und erhält Beistand von Experten für Unternehmensinsolvenzen. Hellweg Die Profi-Baumärkte GmbH will sich selbst neu strukturieren und geht voller Zuversicht in die Zukunft.
(Quellen: KSV1870, Hellweg, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














