
Neueste Zahlen zeigen nun eine überraschende Wende: Die Zahl der Geflüchteten sinkt in Deutschland. Damit gibt es nicht mehr so viele Flüchtlinge wie noch zuvor.
Eine Auswertung der aktuellen Daten zeigt, dass die Zahl der Geflüchteten hierzulande leicht gesunken ist. Das Ergebnis hat mehrere Gründe.
Neuer Höhepunkt im Jahr 2022: Ukrainer fliehen nach Deutschland
Im ersten Jahr des russischen Angriffskrieges kamen historisch viele Schutzsuchende nach Deutschland. Allein im Jahr 2022 wanderte rund eine Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland zu. Der Zuzug verlief in den ersten Monaten nach dem Kriegsausbruch am 24. Februar 2022 besonders rasant. Danach betrug im gesamten Kalenderjahr 2022 das Plus der ukrainischen Bevölkerung in Deutschland nach Abzug der Rückreisen rund 730.000 Personen.
Jedoch verlangsamte sich in den Folgejahren 2023 und 2024 die Fluchtbewegung deutlich auf jeweils etwa 111.000 zusätzliche Personen pro Jahr. Demnach lag der Zuwachs Im Jahr 2025 noch bei rund 82.000 Menschen. Nicht nur aus der Ukraine flüchteten die Menschen nach Deutschland. Auch Syrer, Türken und Afghanen suchten in den vergangenen Jahren hierzulande Schutz. Allerdings mussten diese das normale Asylverfahren durchlaufen. Nun zeigt eine aktuelle Auswertung, dass die Anzahl gesunken ist.
Zahl der Geflüchteten in Deutschland sinkt: Wende überrascht
Inzwischen haben von den rund 3,5 Millionen Flüchtlingen in Deutschland fast 90 Prozent ein gefestigtes Aufenthaltsrecht oder einen anerkannten Schutzstatus. Lediglich etwa 438.000 Personen befinden sich in einem unsicheren oder noch ungeklärten Status. Die Gesamtzahl der in Deutschland lebenden Geflüchteten ist in der ersten Jahreshälfte 2026 leicht um rund 20.000 Menschen gesunken. Dies geht aus einer offiziellen Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Regierungsanfrage hervor.
Dass die Gesamtzahl sinkt, liegt an einer Kombination aus Abschiebungen, freiwilligen Ausreisen und Einbürgerungen. Denn: Wer eingebürgert wird, fällt statistisch nicht mehr unter den Flüchtlingsstatus. Der Zuzug neuer Schutzsuchender aus der Ukraine flacht kontinuierlich ab. Noch deutlicher als der Gesamtbestand sinkt die Zahl der Menschen, die neu nach Deutschland kommen, um Asyl zu beantragen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge registrierte im ersten Halbjahr 2026 rund 39.600 Asylerstanträge. Das ist ein massiver Rückgang um 35,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
(Quellen: Bundesregierung, BAMF)














