Urlaub trotz Bürgergeld: Staatliche Zuschüsse sorgen für Kritik

Eine männliche Hand hält Geld ins Bild, einen 10-Euro-Schein und einen 20-Euro-Schein. Im Hintergrund ist ein Urlaubsort mit Sonnenschein, Meer, Strand und schöner Natur zu sehen.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Millionen Menschen in Deutschland beziehen monatliche staatliche Hilfsleistungen wie das Bürgergeld. Immer wieder gibt es aber an bestimmten Regelungen dazu Kritik – wie nun auch beim Thema Urlaub.

Auch wenn Menschen wenig Geld haben, möchten sie dennoch in den Genuss eines Familienurlaubs kommen. So soll Urlaub auch trotz Bürgergeld realisierbar sein – doch die Kritik an solchen staatlichen Zuschüssen reißt nicht ab.

Urlaub trotz Bürgergeld: Warum viele Familien mögliche Zuschüsse gar nicht kennen

Gemeinsame Ferien sind für viele Familien eine wertvolle Auszeit vom Alltag. Doch wer nur über ein geringes Einkommen verfügt, streicht den Urlaub oft als Erstes aus dem Haushaltsplan. Dabei gibt es Unterstützungsmöglichkeiten, die überraschend vielen Anspruchsberechtigten gar nicht bekannt sind. Zwar enthält das Bürgergeld keinen eigenen Betrag für Urlaubsreisen, dennoch stellen zahlreiche Bundesländer Geld für Familienerholung bereit. Diese Programme laufen unabhängig vom Jobcenter und werden häufig über Wohlfahrtsverbände oder spezielle Familienferienstätten organisiert.

Ein wichtiger Verbrauchertipp: Wer einen Zuschuss erhalten möchte, sollte sich frühzeitig informieren. In vielen Fällen muss der Antrag vor der Buchung oder spätestens vor Reisebeginn eingereicht werden. Nachträgliche Anträge werden meist nicht berücksichtigt. Auch praktisch zu wissen: Viele Familienferienstätten bieten zusätzlich vergünstigte Freizeitangebote oder Verpflegungspakete an. Dadurch lassen sich die Gesamtkosten einer Reise oft noch weiter senken.

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Bürgergeld und Urlaub: Warum viele den entscheidenden Unterschied erst später entdecken

Auf den ersten Blick wirken die Förderprogramme unübersichtlich. Tatsächlich entscheidet häufig schon der Wohnort darüber, ob und in welcher Höhe eine Unterstützung möglich ist. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Angebote des eigenen Bundeslandes. Ansprechpartner sind häufig Caritas, Diakonie, AWO oder andere anerkannte Träger. Dort erfahren Familien, welche Unterlagen benötigt werden und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Eine persönliche Beratung kann dabei helfen, passende Programme zu finden.

Wer Bürgergeld bezieht, sollte außerdem eine geplante Ortsabwesenheit rechtzeitig beim Jobcenter melden. Erfolgt dies nicht, kann das Auswirkungen auf den Leistungsanspruch haben. Deshalb empfiehlt sich eine frühzeitige Abstimmung. Fest steht: Einen bundesweit einheitlichen Urlaubszuschuss gibt es zwar nicht. Dennoch können die regionalen Hilfen die Urlaubskasse spürbar entlasten und eine Reise ermöglichen, die ohne Förderung oft nicht finanzierbar wäre.

(Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend)