
Plötzlich flattert eine Mail mit angeblichem GEZ-Rabatt ins Postfach. Doch Vorsicht: Experten warnen vor einer perfiden Betrugsmasche, die Verbraucher nun um viel Geld bringen kann.
Weniger Rundfunkbeitrag zahlen – genau das versprechen derzeit dubiose Mails. Doch hinter dem angeblichen Spar-Angebot steckt eine perfide Falle.
Angeblicher GEZ-Rabatt entpuppt sich als Falle
Viele Verbraucher staunten nicht schlecht, als plötzlich eine Nachricht vom angeblichen Beitragsservice im Postfach landete. Darin geht es um geänderte Zahlungsfristen, attraktive Rabatte und eine schnelle Überweisung. Was zunächst seriös wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als dreiste Betrugsmasche. Die Verbraucherzentrale NRW schlägt deshalb Alarm. Kriminelle verschicken aktuell massenhaft gefälschte E-Mails im Namen des Rundfunkbeitragsservices und versuchen damit, an das Geld ahnungsloser Bürger zu gelangen.
In den Mails wird eine angebliche Beitragsnummer genannt: 826 737 149. Schon daran können Betroffene erkennen, dass etwas nicht stimmt. Dennoch wirken die Schreiben auf den ersten Blick täuschend echt. Die Betrüger fordern darin eine Zahlung von 55,08 Euro – exakt jener Betrag, der normalerweise alle drei Monate für den Rundfunkbeitrag fällig wird. Die Kriminellen behaupten, die Zahlungsfristen hätten sich geändert. Wer nicht sofort überweist, müsse angeblich mit Konsequenzen rechnen. Gleichzeitig locken die Täter mit vermeintlichen Preisnachlässen, wenn Verbraucher direkt für sechs Monate oder sogar für ein ganzes Jahr zahlen. Die Überweisung soll dabei auf ein deutsches Konto erfolgen. Tatsächlich steckt dahinter jedoch eine spanische Bank mit deutscher Niederlassung. Die Zahlung soll ausdrücklich per Sofort-Überweisung erfolgen. Ist das Geld erst einmal weg, haben Opfer oft kaum Chancen, es zurückzubekommen.
Experten warnen vor Links und dubiosen Absendern
Die Verbraucherzentrale rät dringend dazu, auf solche Nachrichten nicht zu reagieren. Weder sollten Links angeklickt noch Zahlungen vorgenommen werden. Experten empfehlen stattdessen, Internetseiten immer manuell im Browser einzugeben. Auch ein genauer Blick auf die Absenderadresse kann helfen. Offizielle Mails des Beitragsservices enden ausschließlich auf „rundfunkbeitrag.de“. Schon kleine Abweichungen deuten häufig auf Betrug hin. Außerdem gilt: Verbraucher sollten möglichst nur Zahlungsmethoden nutzen, bei denen sich Geld im Notfall zurückholen lässt.
Übrigens wissen viele Bürger gar nicht, dass manche Menschen tatsächlich keinen Rundfunkbeitrag zahlen müssen. Wer etwa Bürgergeld, Altersgrundsicherung, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder Berufsausbildungsbeihilfe erhält, kann befreit werden. Auch Empfänger von BAföG sowie taubblinde Menschen und Sonderfürsorgeberechtigte müssen unter bestimmten Voraussetzungen keinen Rundfunkbeitrag entrichten.
(Quellen: Verbraucherzentrale, Polizei, Rundfunkbeitrag, dpa)














