Viele ahnungslos: 300-Euro-Zuschuss für Millionen Haushalte

Eine nicht zu erkennende Frau hält in ihrer linken Hand ein braunes Portemonnaie. In diesem befinden sich Geldkarten und eine Krankenkassenkarte. Mit der rechten Hand nimmt sie einen 10-Euro, zwei 20-Euro- und einen 50-Euro-Schein heraus.
Symbolbild © imago/Fotostand

Immer noch sind viele Menschen hierzulande ahnungslos. Für Millionen Haushalte gibt es einen 300-Euro-Zuschuss. Sie wissen jedoch nichts davon und nehmen ihn deshalb auch nicht in Anspruch.

Für Millionen Haushalte gibt es auch 2026 wieder einen 300-Euro-Zuchuss. Doch die Statistiken zeigen, dass immer noch viele Bürger diesen nicht in Anspruch nehmen. Dabei würde ihnen der Alltag durch das Zusatzgeld deutlich erleichtert.

Über eine Million Menschen erhalten ihn: „Fehlen immer noch viele“

1,2 Millionen Haushalte in Deutschland bekommen den Zuschuss bereits. Je nachdem, wann man ihn beantragt hat, muss man einen Weiterbewilligungsantrag stellen, um ihn auch nach dem Zeitraum weiterhin zu bekommen. In der Regel bekommt man das Extrageld sechs bis zwölf Monate und muss dann erneut nachweisen, dass einem der Zuschuss noch zusteht. Und dabei handelt es sich nicht um wenig Geld. Laut Berechnungen und statistischen Erhebungen beträgt der Zuschuss ca. 300 Euro durchschnittlich im Monat pro Haushalt. Jedoch wird er nach einer bestimmten Formel berechnet. Doch viele Menschen, denen das Extrageld zustehen würde, haben immer noch keinen Antrag gestellt. Dabei könnten sie das Geld dringend gebrauchen.

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300-Euro-Zuschuss: So einfach bekommt man ihn

Den Antrag für den Zuschuss zu stellen ist überhaupt nicht schwierig. Und man kann im Vorfeld schon prüfen, ob einem das Wohngeld, oder im Falle von Eigentum der Lastenzuschuss, zusteht. Im Internet finden sich zahlreiche Wohngeldrechner, bei denen man die entsprechenden Angaben ausfüllen kann und so schon einen ungefähren Betrag sieht. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, denn es handelt sich nur um eine Schätzung.

Wie hoch das Wohngeld im Einzelfall ist, hängt nicht nur vom Einkommen der Antragsteller ab, sondern auch von der Miete, der Höhe der Heizkosten, der Anzahl der Personen im Haushalte und vielen weiteren Faktoren. Im Zweifelsfall raten Experten jedoch dazu, einen Antrag zu stellen. Denn eine Ablehnung ist immer noch aussagekräftiger, als es nie versucht zu haben. Das Wohngeld hat sich nämlich seit letztem Jahr nicht nur um 15 Prozent erhöht. Auch die Einkommensgrenzen hat man angehoben, sodass mehr Menschen ein Anrecht auf den Zuschuss haben.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Bundesministerium für Wohnen)