Virus breitet sich in deutscher Stadt aus – Gefahr für Hundehalter

Mehrere Hunde werden an der Leine geführt und die Menschen im Hintergrund gehen offenbar mit ihnen spazieren. Neben mehreren Dackeln befindet sich unter den Hunden auch ein Dalmatiner. Es ist ein schöner Sommermorgen.
Symbolbild © istockphoto/LuckyBusiness

Jetzt breitet sich ein Virus in einer deutschen Stadt aus, das es wirklich in sich hat. Insbesondere für Hundehalter besteht Gefahr. Man muss nun besonders aufmerksam sein, um sich nicht anzustecken.

In einer deutschen Stadt breitet sich derzeit ein Virus aus. Für Hundehalter ist die Gefahr dabei besonders groß. Sie müssen ganz besonders vorsichtig sein.

Es wird immer gefährlicher für die Hunde

Im Kreis Paderborn breitet sich das Staupevirus offenbar in der Wildtierpopulation aus. Das Veterinäramt hat den Erreger inzwischen bei insgesamt sechs Waschbären nachgewiesen. Die infizierten Tiere hat man in den Paderborner Stadtteilen Marienloh und Schloß Neuhaus sowie in Bad Lippspringe gefunden. Die Behörden gehen deshalb davon aus, dass das Virus mittlerweile in der Region verbreitet ist. Insbesondere für Hundehalter droht hier Gefahr.

Denn für Menschen stellt das Staupevirus keine Gefahr dar. Anders sieht es jedoch bei Hunden aus. Vor allem ungeimpfte Tiere können sich anstecken und schwer erkranken. Das Veterinäramt empfiehlt deshalb allen Hundebesitzern dringend, den Impfstatus ihrer Vierbeiner zu überprüfen. Außerdem sollte man Hunde in Waldgebieten möglichst an der Leine führen, damit sie keinen Kontakt zu Wildtieren haben. Verendete oder auffällige Wildtiere sollte man zudem nicht anfassen. Besonders problematisch ist, dass sich das Virus unter Wildtieren vergleichsweise leicht verbreiten kann. Waschbären, Füchse, Marder oder andere Raubtiere können den Erreger in sich tragen. Dadurch steigt auch die Gefahr für Hundehalter, dass sich ihre geliebten Vierbeiner anstecken.

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Experten sprechen eine deutliche Warnung aus

Die Krankheit zählt zu den gefährlichsten Virusinfektionen bei Hunden. Nach einer Ansteckung treten häufig zunächst unspezifische Beschwerden wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Müdigkeit auf. Im weiteren Verlauf können Atemwegs- und Magen-Darm-Beschwerden hinzukommen. In schweren Fällen greift das Virus das Nervensystem an und verursacht Krämpfe, Lähmungen oder andere neurologische Ausfälle.

Nach Angaben von Veterinärbehörden schützt die Standardimpfung Hunde sehr zuverlässig vor einer schweren Erkrankung. Deshalb gehört die Staupe-Impfung seit vielen Jahren zu den empfohlenen Grundimmunisierungen für Hunde. Gerade Welpen oder Tiere mit unvollständigem Impfschutz gelten als besonders gefährdet.

(Quellen: Kreis Paderborn, Radio Hochstift, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)