Vom Nordlicht zum Kometen: Nächstes Himmelsspektakel im April

Eine ruhige Küstenlandschaft bei Nacht oder früher Dämmerung mit einem spektakulären Himmel aus leuchtendem Violett, Pink und warmem Gelb, durchzogen von Wolken und feinen Sternen.
Symbolbild © imago/Frank Peter

Ein Himmelsspektakel im April steht bevor: Nach den faszinierenden Nordlichtern könnte der Komet C/2025 R3 mit seinem hellen Schweif den Nachthimmel dominieren und astronomische Begeisterung auslösen.

Nach dem spektakulären Tanz der Nordlichter könnte uns im April ein noch größeres Himmelswunder erwarten – ein Komet, der vielleicht heller als die Sterne leuchtet!

Vom Nordlicht zum Kometen – das nächste Himmelshighlight

Ende Januar staunten viele Himmelsfreunde in Deutschland über grüne Schleier am Nachthimmel. Die Nordlichter, ein seltenes Naturschauspiel, sorgten für Begeisterung und unzählige Fotos. Doch wann man hierzulande das nächste Mal tanzende Lichter am Himmel sehen wird, bleibt ungewiss.

Doch schon jetzt rückt ein anderes Spektakel näher – und dieses Mal könnte es sogar noch dramatischer werden. Am Himmel kündigt sich ein Komet an, der möglicherweise zum größten Himmelsereignis des Jahres avanciert.

C/2025 R3: Ein Komet auf Rekordkurs

Entdeckt wurde er im September 2025 vom Pan-STARRS-Teleskop auf Hawaii. Sein Name: C/2025 R3. Ob man ihn später mit bloßem Auge sehen kann, ist noch unklar. Kometen sind launische Himmelswanderer: Aus Eis, Staub und Gestein bestehend, beginnt in Sonnennähe das Eis zu verdampfen. Gas- und Staubwolken bilden den berühmten Schweif. Mal leuchtet er hell, mal zerfällt er, bevor man ihn richtig sehen kann. Spannend wird es Ende April: Am 20. April erreicht C/2025 R3 seinen sonnennächsten Punkt, das Perihel, nur 76 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Sieben Tage später, am 27. April, nähert er sich der Erde auf rund 71 Millionen Kilometer. Dann könnte er besonders hell erscheinen – Experten schätzen seine Helligkeit zwischen Magnitude 8, also nur sichtbar mit Teleskop, und 2,5, vergleichbar mit den hellsten Sternen im Sternbild Kassiopeia.

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Ein Phänomen namens Vorwärtsstreuung könnte den Kometen noch spektakulärer machen: Steht er zwischen Sonne und Erde, reflektiert sein Schweif besonders viel Licht Richtung Erde. Beobachter sollten den Neumond am 17. April nutzen, der den Himmel dunkel hält. Vollmondnächte dagegen könnten das zarte Leuchten überstrahlen. Zudem sollten Beobachter einen Ort fernab von Städten aufsuchen, um die Lichtverschmutzung zu reduzieren. C/2025 R3 ist ein langperiodischer Komet. Er verbringt also die meiste Zeit weit außerhalb der Planeten, in den entferntesten Bereichen unseres Sonnensystems. Dieser Komet könnte somit nicht nur ein visuelles Highlight liefern, sondern auch wertvolle Einblicke in die Ursprünge unseres Sonnensystems ermöglichen.

(Quellen: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Vereinigung der Sternfreunde, internationale astronomische Beobachtungsdienste)