
So hat man sich die Zukunft für die Warenhauskette Galeria Kaufhof wohl nicht vorgestellt. Das Unternehmen soll nun wieder in die Krise rutschen. Dabei klang alles zunächst so vielversprechend.
Derzeit klingeln bei der Warenhauskette Galeria Kaufhof wieder sämtliche Alarmglocken. Nicht nur die Mitarbeiter sehen sich gewarnt, auch andere Beteiligte fürchten, dass das Unternehmen erneut in die Krise rutscht.
Vielversprechender Neuanfang: Galeria Kaufhof schreibt wieder schwarze Zahlen
Drei Insolvenzen liegen nun hinter der Warenhauskette. Die letzte begann Anfang 2024 und endete im Juli desselben Jahres, als ein US-amerikanischer und ein deutscher Geschäftsmann sich zusammenschlossen und das Unternehmen aus der Insolvenz heraus übernahmen. Mit neuer Führung und neuen Strukturen sollte es endlich wieder bergauf gehen mit den Warenhäusern.
Zunächst schien der Plan auch aufzugehen, denn alle 83 Filialen hätten noch im Sommer schwarze Zahlen zurückgemeldet. Zwar konnte man nicht an die Umsätze von vor einigen Jahren anknüpfen, doch erstmals seit fast zehn Jahren konnte man wieder eine gewisse Stabilität bei Galeria Kaufhof erkennen.
Galeria Kaufhof wieder in der Krise: „Die Bedingungen sind einfach schwierig“
Nun steht jedoch seit Oktober das Weihnachtsgeschäft an, eine Zeit, in der viele Unternehmen auf deutlich höhere Umsätze bauen, um Flautezeiten wie etwa das Sommerloch überbrücken zu können. Doch genau diese wichtige Einnahmequelle blieb nun fast komplett aus. Die Umsätze gingen massiv zurück und stürzen Galeria Kaufhof wohl nun in die nächste Krise.
Geschäftsmann Bernd Beetz, der das Unternehmen aus der Insolvenz führte, macht vor allem die äußeren Rahmenbedingungen für die kritische Lage verantwortlich. So seien nicht nur die Billiganbieter aus dem Internet daran schuld, sondern auch die immer leerer werdenden Innenstädte. Es gebe zu viele Baustellen und Straßensperren, sodass die Kunden nicht wie selbstverständlich den Weg in die Filialen finden würden. Experten sind sich jedoch sicher, dass nicht nur äußere Faktoren an der neuerlichen Krise schuld sind. So habe es beispielsweise massive Lieferprobleme gegeben, die Regale blieben leer. Kunden seien jedoch genau wegen solcher Aktionsware gekommen – und wurden enttäuscht. 2026 wird nach Einschätzung von Fachleuten für Galeria Kaufhof ein entscheidendes Jahr werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Warenhauskette, die einst so viele Menschen anlockte, in Zukunft überhaupt noch bestehen kann.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, interne Unternehmensangaben, Berichte aus dem Umfeld von Galeria)














